Wollten die quasselnden "Experten" da besonders originell sein, oder erwiesen sie sich einfach als schlechte Verlierer? Fakt ist, dass Talk- Urgestein Beckmann und sein Adlatus Scholl am Donnerstagabend ziemlich über das Ziel hinausgeschossen sind.
Der Frust saß bei dem Duo offensichtlich schon zur Halbzeit ziemlich tief, als Deutschland im Halbfinale mit 0:2 zurücklag. Beckmanns ebenso lapidare wie fragwürdige Pausen- Analyse: "Zwei Straßenköter im Strafraum." Gemeint waren die Sturmspitzen Balotelli und Cassano.
Scholl wollte da nicht nachstehen und legte eine ebenso entbehrliche Wortspende nach, nannte das Sturm- Duo "Pflegefälle". Damit wollte er wohl auf die vielen Skandale anspielen, die die launischen Stürmer in der Vergangenheit geliefert hatten. Jetzt produzierte Scholl selbst einen handfesten Skandal.
Dieser bringt vor allem Schweizer Medien auf die Palme. "Alle Enttäuschung in Ehren, aber das ging zu weit", schreibt etwa das eidgenössische Sportportal "sport.ch" . Der "Blick" gibt sich weniger diplomatisch und fordert: "Am besten treten die beiden ebenso schnell ab wie Jogis Elf."