Di, 12. Dezember 2017

Diagnose Parkinson

02.04.2008 17:10

Ottfried Fischer im Interview: "Ich will kein Mitleid"

Der an Parkinson erkrankte Schauspieler Ottfried Fischer will kein Mitleid. "Anteilnahme ist nie schlecht, Mitleid wäre nicht gut", sagte der 54-Jährige in einem Interview. Eigentlich sei er ein labiler Hund. "Aber wenn ich beschlossen habe, stark zu sein, bin ich's", erklärte Fischer. Er wolle den Menschen die Befangenheit nehmen - wie mit seinem Spruch kurz nach Bekanntwerden seiner Krankheit, als er vor Publikum sagte: "Haben Sie keine Angst, ich mach keine Schüttelreime..." Er wolle einfach Normalität.

"Ich wollte mal raus aus dieser Sklaverei", sagte Fischer der deutschen "Bild"-Zeitung weiter. Er habe in den vergangenen elf Jahren 110 Filme gemacht. "Es ist eine sehr, sehr große angenehme Erleichterung, es mal laufen zu lassen", erklärte er. "Mir ist die Freiheit ganz wichtig. Ich habe eine reduzierte Schlagzahl angekündigt. Ich werde hellhörig in mich reinhorchen, was ich noch kann", kündigte Fischer an.

Drehpause bis Oktober
Bis Oktober will Fischer eine Drehpause einlegen und ab dann wieder als "Bulle von Tölz" vor der Kamera stehen. Einmal im Monat präsentiert er im Bayerischen Fernsehen die Kabarettsendung "Ottis Schlachthof". Außerdem arbeitet Ottfried Fischer an einem neuen Kabarett-Programm; am 10. Juni soll Premiere sein. Anfang Februar hatte er seine unheilbare Krankheit bekannt gegeben.

Nervenzellen sterben ab
Die Parkinson-Krankheit wird vom Absterben jener Nervenzellen ausgelöst, die im Gehirn den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser ist wichtig für die Kontrolle von Bewegungen. Kennzeichnend für Parkinson sind ein zunehmend maskenhaft wirkender Gesichtsausdruck oder unkontrollierbar zitternde Bewegungen.

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