So, 21. Jänner 2018

"Komatrinker"

01.08.2007 14:10

Sich bewusstlos saufende Kids gab es schon immer

Immer wieder schockieren in letzter Zeit dramatische Berichte über "komasaufende" Jugendliche. Doch das Phänomen ist kein Neues, wie die Aufzeichnungen der Statistik Austria belegen. Demnach hat es schon immer Fälle gegeben, wo Jugendliche wegen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus mussten. Die Zahlen aus der Spitalsentlassungsstatistik sind seit Jahren (2002 bis 2005) konstant.

Im Jahr 2002 wurden österreichweit 1.436 Jugendliche in der Altersgruppe der Zehn- bis 19-Jährigen mit der Diagnose akute Alkoholvergiftung behandelt. 2003 waren es etwas weniger, nämlich 1.382. Im Jahr 2004 stieg die Zahl wieder auf 1.425 und im Jahr 2005 waren es 1.459 Fälle. Durchschnittlich werden etwa 0,15 Prozent der Jugendlichen, das sind 15 von 10.000 Jugendlichen, pro Jahr mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Burschen müssen öfter ins Spital
Burschen werden wesentlich häufiger mit der Diagnose stationär aufgenommen als Mädchen. So waren im Jahr 2005 beinahe zwei Drittel (63,1 Prozent) der eingelieferten Komatrinker jungen Männer. In Prozentzahlen ausgedrückt werden 0,18 Prozent der Burschen und 0,11 Prozent der Mädchen wegen übermäßigem Alkoholkonsum ins Spital gebracht.

Weniger Komatrinker in Kärnten
Schaut man sich die Zahlen in den einzelnen Bundesländern an, zeigt sich ein differenziertes Bild: Im Burgenland sind die stationär aufgenommenen Fälle im Jahr 2005 im Vergleich zu den Vorjahren klar zurückgegangen (2002: 43 Fälle bzw. 0,13 Prozent; 2005: 26 Fälle bzw. 0,08 Prozent).

In Kärnten ist ebenfalls eine deutliche Abnahme der Fallzahlen beobachtbar (2002: 136 Fälle bzw. 0,20 Prozent; 2005: 99 Fälle bzw. 0,15 Prozent). In Niederösterreich sind die Zahlen relativ konstant geblieben (2002: 112 Fälle bzw. 0,06 Prozent; 2005: 105 Fälle bzw. 0,05 Prozent). In Oberösterreich zeigt sich ebenfalls eine eindeutig rückläufige Tendenz (2002: 210 Fälle bzw. 0,12 Prozent; 2005: 179 Fälle bzw. 0,10 Prozent).

Mehr Fälle in Salzburg
In den Bundesländern Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg liegt der prozentuelle Anteil der akuten Alkoholintoxikationen in allen vier analysierten Jahren etwas höher als im Bundesdurchschnitt (Salzburg: 0,24 Prozent, Steiermark: 0,30 Prozent, Tirol: 0,28 Prozent und Vorarlberg: 0,23 Prozent für das Jahr 2005). In Wien bewegen sich die Zahlen von akuten Alkoholvergiftungen zwischen 87 Fällen bzw. 0,05 Prozent im Jahr 2003 (geringste Fallzahl) und 129 Fällen bzw. 0,08 Prozent im Jahr 2004 (höchste Fallzahl).

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