Mi, 25. April 2018

Mautpickerl

25.01.2018 10:42

Autohaus spendiert die Vignetten

Gesetz ist Gesetz. So argumentiert die "Asfinag", wenn es um die Befreiung der Maut für Blaulichtorganisationen geht. Das Rote Kreuz zum Beispiel ist immer von der Vignetten-Pflicht befreit. Berg-, Höhlen- und Wasserrettung nur im Einsatz. Das stößt auf Kritik. Für die Bergretter gibt es zumindest für heuer eine Lösung.

Ob digital oder traditionell als Pickerl an der Windschutzscheibe: Wer in Österreich auf der Autobahn fährt, braucht eine Vignette. Davon sind Blaulichtorganisationen wie Rotes Kreuz, Polizei und Feuerwehr immer befreit - Berg-, Höhlen- und Wasserrettung nur bei Einsätzen, also im Notfall. Für Fahrten zu Übungen müsste bezahlt werden. Das entsprechende Gesetz dafür stammt aus dem Jahr 1967. Da jeder Cent - meistens aus Spenden - für die engagierten Ehrenamtlichen zählt, eine große Belastung. "Wir haben davon gehört und die Vignetten für die 24 Einsatzfahrzeuge der Bergrettung bezahlt", sagt Josef Roider, Geschäftsführer von AutoFrey, der hinzufügt: "Uns verbindet eine langjährige Partnerschaft, auch unsere Land Rover Defender sind für die Helfer unterwegs." Somit hat sich das Vignetten-Problem zumindest für die Bergrettung Salzburg erledigt. "Dafür sind wir sehr dankbar. Wie es dann im kommenden Jahr weiter geht, wissen wir aber noch nicht", sagte Landeschef Balthasar Laireiter am Mittwoch zur "Krone".

Landeshauptmann für Gleichstellung der Helfer
Langfristig ist man auf der Suche nach einer Lösung - und zwar für alle Einsatzorganisationen. Sogar Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat sich eingeschaltet, fordert die Gleichbehandlung aller Helfer. "Ich habe bereits mit Asfinag-Direktorin Karin Zipperer gesprochen und plane das auch mit Verkehrsminister Norbert Hofer zu tun." Ziel ist es, dass auch Berg-, Höhlen- und Wasserrettung legal und immer ohne Vignette auf der Autobahn unterwegs sein dürfen. "Denn die Übungen sind ja Voraussetzung, dass im Ernstfall alles klappt", argumentiert Haslauer.

Melanie Hutter/Iris Wind, Kronen Zeitung

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