Fr, 27. April 2018

Warntafeln

05.01.2018 15:41

Kranke Füchse verlieren Scheu vor Menschen

Für die Wildtiere bedeutet es einen qualvollen Tod: Die Fuchsräude breitet sich in der Steiermark zusehends aus, mittlerweile gibt es bereits aus jedem Bezirk Meldungen über infizierte Tiere. Jetzt, wo Futter in der Natur rar und noch dazu Paarungszeit ist, kommen die Füchse dem Menschen ungewöhnlich nahe.

In Gratwein staunte eine Familie zu Neujahr nicht schlecht, als sie die Bilder in der Überwachungskamera sah: Im Garten spazierte in aller Seelenruhe ein Fuchs umher. Auch in Maria Lankowitz, Semriach und Graz-Mariatrost gab es in den letzten Tagen Meldungen über kranke Füchse. Besonders betroffen ist der Bezirk Voitsberg: "Wir haben die Bejagung verschärft, da die Tiere an dieser Krankheit elendiglich zu Grunde gehen", sagt Bezirksjägermeister Johann Hansbauer.

Anrufe besorgter Anwohner häufen sich: "Kranke Tiere sind zu schwach zum Jagen. Vor allem jetzt im Winter suchen sie daher verstärkt Nahrung und Schutz bei bewohnten Gehöften und Häusern. Zudem ist aktuell Paarungszeit der Füchse, da sind sie automatisch umtriebiger", weiß der Experte.

Immer mehr Warnschilder
Die Fuchsräude wird durch Milben übertragen, eine Erkrankung ist an einem vermehrten Juckreiz sowie an Schädigungen der Haut erkennbar. Desto weiter die Krankheit fortgeschritten ist, desto erbärmlicher sehen die Tiere aus.

Da auch Hunde und Menschen infiziert werden können, weisen immer öfter Warnschilder auf die drohende Gefahr hin: "Allein in unserem Bezirk haben wir schon 300 Tafeln aufgestellt", erzählt Johann Hansbauer. Hunde bei einem Waldspaziergang anzuleinen ist jetzt oberstes Gebot: "Die Fuchsräude ist hochansteckend, da heißt’s aufpassen", betont der Jäger. Panik ist dennoch keine angebracht: Die Krankheit ist bei Hunden (und Menschen) gut heilbar.

Barbara Winkler, Kronen Zeitung

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