Mi, 13. Dezember 2017

Öko-Boom hält an

05.12.2017 17:00

Schon 4000 steirische Bauern setzen auf bio

Glyphosat ist für sie kein Thema, und auch sonst werden Lebensmittel so schonend wie möglich hergestellt: Biobauern erbringen große Leistungen für Natur und Gemeinwohl, weshalb sie zusehends an Bedeutung gewinnen. Mittlerweile gibt es bereits mehr als 4000 steirische Ökolandwirte; und es sollen noch mehr werden.

Peter Feiertag rennen die Kunden in seinen vier Fleischerei-Filialen in Weiz, Gleisdorf und Graz die Türen ein und wollen vor allem eines: Fleisch aus der Region mit sehr guter Qualität. "Ich würde meinen Betrieb beim Rind gerne komplett auf bio umstellen, bekomme aber leider die Ware nicht", seufzt der 63-Jährige. Die meisten Öko-Höfe aus der Region beliefern den Oststeirer bereits, aber Nachfrage und Angebot gehen einfach zu weit auseinander: "Ein gutes Drittel fehlt mir, das sind etwa 150 Rinder pro Jahr. Dabei zahl’ ich zehn Cent über dem festgelegten Preis", erzählt Feiertag, übrigens ein Pionier in der Branche. Bereits 1996 hat er sein Geschäft biozertifizieren lassen.

Neuer Rekord erreicht
Vielleicht hat der Fleischer ja schon bald mehr Glück: "Wir haben heuer bei den Mitgliedern erstmals die 4000er-Grenze überschritten und wir gehen davon aus, dass 2018 viele neue Betriebe dazukommen", verweist Josef Renner, Geschäftsführer von "Bio Austria", auf auslaufende Förderprogramme. Spitzenreiter ist aktuell der Bezirk Murau, in dem der Anteil der Bio-Höfe knapp 40 Prozent beträgt, gefolgt von Liezen (36 %) und Murtal (30 %). Aber auch in Weiz oder der Südoststeiermark kamen zuletzt über 100 Höfe dazu.

Glanzstunde für Biowein
Besonders stark im Wachstum begriffen ist der Biowein. Allein von 2013 auf 2015 haben sich die steirischen Anbauflächen auf 487 Hektar verdoppelt. Mit der vollzogenen Umstellung großer Betriebe wie Neumeister oder Sattler ist demnächst mit einer weiteren Verdoppelung zu rechnen.

Barbara Winkler, Kronen Zeitung

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