Mi, 23. Mai 2018

Hartberg-Fürstenfeld

29.11.2017 15:40

Illegale Spielautomaten wurden verschrottet

Rien ne va plus, nichts geht mehr! Etwa 80 Spielautomaten wurden vor der Bezirkshauptmannschaft in Fürstenfeld medienwirksam verschrottet - nur ein Bruchteil der illegalen Geräte, die seit April 2016 im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld beschlagnahmt worden sind. "Es ist ein Kampf gegen Windmühlen", sagt ein Ermittler.

Sie stehen hinter versteckten Türen, sind oft nur mit Chipkarte zu erreichen, und ist die Polizei im Anmarsch, wird der Strom abgedreht. Das Glücksspiel ist in der Steiermark seit Jänner 2016 eigentlich nur noch in bewilligten Spielsalons erlaubt. Doch illegale Spielhöllen florieren, "weil man sich nicht registrieren muss und es keine Kontrolle gibt", erläutert Bezirkshauptmann Max Wiesenhofer. "Opfer sind nicht nur die Spielsüchtigen selbst, sondern die ganze Familie."

170 Spielautomaten beschlagnahmt
Um welche Summen es sich dabei handelt, schildert Franz Gruber, Leiter der Polizeiinspektion Hartberg: "Bei einer Kontrolle haben wir acht Automaten beschlagnahmt. Deren Umsatz an dem Tag alleine betrug 42.000 Euro." Rund 170 illegale Spielautomaten wurden seit April 2016 im Bezirk aus dem Verkehr gezogen. Angezeigt werden nicht nur die Betreiber der Automaten, sondern auch die Lokalbesitzer: "Sie kassieren gute Mieten, aber vielen ist nicht bewusst, dass auch sie angezeigt werden", so Karl Wurzer, Leiter des Sicherheitsreferates.

Ein Kampf gegen Windmühlen
Während man bei vielen Lokalen - oft handelt es sich um Tankstellen oder Cafes - im Bezirk ein stärkeres Bewusstsein verzeichnet, kämpft man an anderen Stellen gegen Windmühlen: "Wir bringen die illegalen Automaten vorne raus und hinten kommt die nächste Lieferung an", so Wurzer. Die Spuren der Betreiberfirmen führen zwar meist ins Ausland, als Drahtzieher werden jedoch Österreicher vermutet. Der Kampf gegen illegale Spielautomaten ist also noch lange nicht vorbei!

Christoph Hartner
Christoph Hartner

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