Di, 21. November 2017

13 Tage Flucht

11.11.2017 07:03

Alle fragen sich: Wo versteckt sich Friedrich F.?

Seit mittlerweile 13 Tagen fehlt von dem mutmaßlichen Doppelmörder Friedrich F. aus Stiwoll jede Spur. Nach wie vor gehen bei den Einsatzkräften der Polizei zahlreiche Tipps rund um mögliche Aufenthaltsorte des Gesuchten ein, jeder Hinweis auf eine mögliche Sichtung des Verdächtigen wird akribisch überprüft, weitere Nachforschungen werden angestellt. Doch bislang erkaltete noch jede heiße Spur - und es bleibt die eine entscheidende Frage: Wo versteckt sich Friedrich F.?

Dass der 66-Jährige die Tat von langer Hand geplant und bereits vorbereitete Verstecke gehabt hat, wird von Polizei und Experten auch weiterhin ausgeschlossen. Klar ist allerdings auch, dass der Gesuchte in der Gegend stark verwurzelt ist und sehr gute Kenntnisse über das teils stark bewaldete Gebiet mit seinen Hängen und schwer zugänglichen Winkeln hat. "Er wählte ein Gebiet für die Flucht, wo er sich auskennt und sicher fühlt. Er ist ein Einzelgänger, im Wald fühlt er sich wohl", sagte dazu auch der Fallanalytiker Werner Schlojer.

Zahlreiche Versteckmöglichkeiten
Versteckmöglichkeiten gibt es also genug. So befindet sich etwa, wie berichtet, in der Umgebung rund um den 700-Seelen-Ort Stiwoll ein weitreichendes Höhlensystem. Dieses wurde bereits von der Polizei unter extremsten Anstrengungen durchsucht, ist aber überaus weit verzweigt, verfügt über eine Vielzahl an teils sehr engen Löchern, Nischen und Spalten. Die Möglichkeit, dass sich der 66-jährige Schütze trotz der großen Suchaktion in den verwinkelten Gängen aufhält, ist nach wie vor nicht zur Gänze ausgeschlossen.

Doch nicht nur aus der Umgebung rund um Stiwoll langten zuletzt immer wieder Hinweise rund um potenzielle Sichtungen des auf der Flucht befindlichen Schützen ein. Auch 30 Gebäude und Areale in Oberösterreich standen bereits im Visier der Fahnder. Man habe erfahren, dass zwei Jäger Friedrich F. vor der Bluttat in Stiwoll in einem Wald nahe der Ortschaft Molln im Bezirk Kirchdorf an der Krems schlafend in einem Auto entdeckt hätten, berichtete Bernhard Treibenreif jüngst im "Krone"-Livetalk.

F. sei dann sogar ausgestiegen und habe sich mit den Waidmännern am Hochstand unterhalten. Also auch hierhin könnte sich der 66-Jährige theoretisch zurückgezogen haben.

Video: Doppelmörder-Jagd für Polizei "kein Spaziergang"

Oder befindet sich Friedrich F. etwa gar nicht mehr in Österreich? Ein eher unwahrscheinliches Szenario, zumal der internationale Haftbefehl weiterhin aufrecht ist und der 66-Jährige weder seinen Pass noch seinen Führerschein bei sich hat, was ihm einen regulären Grenzübertritt in ein Nicht-EU-Land unmöglich macht. Wohl ebenso unwahrscheinlich ist, dass sich der 66-Jährige bislang unbehelligt in einer Unterkunft eingemietet hat - immerhin ist der mutmaßliche Doppelmörder derzeit eine der meistgesuchten Personen Österreichs.

krone.at hörte sich in der Steiermark um
Doch wo steckt Friedrich F. dann? Klar ist, der Doppelmord von Stiwoll ist nach wie vor in aller Munde. krone.at machte sich daher in der Steiermark ein Bild und hörte sich um. Dass sich der Verdächtige mittlerweile 13 Tage lang der Polizei entziehen konnte, regt natürlich auch die Bevölkerung zu Mutmaßungen rund um das mögliche Versteck des 66-Jährigen an (Video oben anschauen!).

"Vielleicht hat er sich doch schon ins Ausland abgesetzt", vermutet etwa einer der Befragten. Klar ist jedenfalls für ihn: "Wenn ich nicht gefunden werden will, dann finden mich die auch nicht." Ein weiterer Mann glaubt auf jeden Fall nicht daran, dass der Flüchtige Unterstützer hat. "So viele Verrückte wird es ja doch nicht geben", hofft er.

Einig waren sich sämtliche Befragte in einem Punkt: Dass die Polizei großartige Arbeit bei der Suche nach dem mutmaßlichen Todesschützen leistet. Und fest steht auch: Die Kräfte der österreichischen Exekutive werden auch weiterhin alles in ihrer Macht Stehende tun, um das Phantom von Stiwoll endlich zu fassen. Oder kommt der 66-Jährige den Beamten doch noch zuvor und stellt sich selbst bei der Polizei?

 krone.at
Redaktion
krone.at
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