So, 19. November 2017

Superstar im Talk

29.10.2017 06:00

Jakob Pöltl: „Mein erstes NBA-Jahr war sehr cool“

Er spielt gerade seine zweite Saison in der NBA - und ist damit der erfolgreichste Basketballer, den Österreich je hatte: Jakob Pöltl (22) legt derzeit für die Toronto Raptors einen starken Auftritt nach dem anderen hin. Die "Krone" hat den 2,13-Meter-Hühnen aus Wien nach dem Auswärtsspiel am Freitagabend (Ortszeit) gegen die Los Angeles Lakers im Staples Center getroffen und mit ihm über seinen kometenhaften Aufstieg, seinen neuen Spitznamen und die Nominierung zum Sportler des Jahres gesprochen.

Im dritten Auswärtsspiel gelang den Toronto Raptors gegen die Los Angeles Lakers der erste Sieg mit 101:92. Pöltl stand dabei 18:46 Minuten am Spielfeld und erzielte sowohl sieben Punkte als auch sieben Rebounds.

"Krone": Jakob, wie zufrieden bist du mit dem Ausgang des Spiels?
Jakob Pöltl: Das war sicher nicht eines unserer schönsten Spiele. Wir haben die letzten zwei Spiele eigentlich auch besser gespielt als heute, aber wichtig ist am Ende, dass wir mit einem Sieg davongekommen sind. Am Ende zählt das Resultat. Genau wie bei Niederlagen, müssen wir es halt beim nächsten Spiel besser machen und aus unseren Fehlern lernen.

Du spielst jetzt deine zweite Saison in der NBA. Genau am Donnerstag vor einem Jahr hast du dein Debüt gefeiert. Wie hat sich dein Leben seither verändert?
Es ist einiges passiert. Mein erstes Jahr in der NBA war sehr cool. Es waren sehr viele Höhen und Tiefen dabei. Ich habe vieles gelernt. Jetzt in meiner zweiten Saison fühle ich mich so viel mehr vorbereitet und so viel reifer. Ich habe das jetzt alles schon einmal gesehen und miterlebt. Jetzt geht es halt darum, das Beste daraus zu machen.

Die Amerikaner haben dir ja aufgrund deiner zahlreichen Slam Dunks sogar schon einen Spitznamen verpasst: Sie nennen dich "Austrian Hammer". Wie findest du den Namen eigentlich?
Naja, also es passt im Spiel. Abseits vom Basketball wäre es vielleicht ein bisschen komisch, wenn sie mich "Austrian Hammer" nennen würden (lacht). Aber im Spiel ist das ganz cool eigentlich.

Du bist der einzige Österreicher, der es je in die NBA geschafft hat. Abseits der Saison spielst du aber auch noch für die Österreichische Nationalmannschaft. Holen sich da die Kollegen in der Heimat Tipps von dir?
Die meisten Teamkollegen im Nationalteam haben doch noch mehr Erfahrung als ich. Ich spiele halt auf einem anderen Level, aber das hat noch nichts damit zu tun, dass ich besser bin. Ich glaube eher, dass ich mir noch ein paar Tipps von den Kollegen holen kann. Basketball in Europa ist alleine vom Spielstil her ganz anders.

Der erfolgreiche deutsche NBA-Spieler Dirk Nowitziki ist mit 2,13 Meter auf den Zentimeter genau so groß wie du. Zählt er zu deinen Vorbildern?
Er ist wahrscheinlich der beste europäische Basketballspieler aller Zeiten. Das ist unglaublich, was er bis jetzt in der NBA geleistet hat. Auch wenn er in einer anderen Rolle spielt und einen anderen Stil hat als ich, ist er bestimmt ein Vorbild für mich. Da kann ich mir sicher ein paar Dinge von ihm abschauen.

Heuer zählst du in Österreich neben Marcel Hirscher, Stefan Kraft, Dominic Thiem und Mensur Suljovic zu den Nominierten für die Wahl des Sportlers des Jahres. Glaubst du, wirst du diesen Titel gewinnen?
Ich würde mich bei dieser Wahl schon eher als Außenseiter beschreiben. Da sind schon ein paar sehr große Namen dabei. Dort wo die sind, will ich eigentlich hinkommen. Das ist eine sehr coole Sache, dass ich da einmal nominiert bin und überhaupt in Betracht gezogen werde. Sollte ich es irgendwie gewinnen, wäre das natürlich der Wahnsinn. Aber ich gehe jetzt noch nicht davon aus, aber vielleicht in ein paar Jahren ...

Dein Bekanntheitsgrad ist seit dem Aufstieg in die NBA natürlich nicht nur in deiner Heimat Österreich, sondern auch in den USA und Kanada gestiegen. Wie gehst du mit dem damit einhergehenden Medienrummel um deine Person um?
Mittlerweile ist das schon zum Normalzustand geworden. In Toronto sind immer viele Medien dabei und jetzt ist es halt Zuhause auch so. Aber dadurch wird ja auch Basketball in Österreich verbreitet - und in dem Sinne finde ich das eigentlich sehr cool.

Charlotte Sequard-Base
Redakteurin
Charlotte Sequard-Base
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