Mi, 22. November 2017

„Serienopfer“

27.10.2017 09:15

Sechster Überfall auf Nobel-Juwelier Leitner

Fünf plus eins - und das halbe Dutzend ist voll! Der Nobel-Juwelier Leitner in der Innsbrucker Innenstadt ist am Dienstag zum bereits sechsten Mal überfallen worden. Der bis dahin letzte Coup lag gut sechseinhalb Jahre zurück. Spektakulär war der eine wie der andere - und es gibt auch die eine oder andere Parallele…

Dienstag, 10.08 Uhr: Vier Männer stürmen den Juwelier Leitner - einer der Täter zielt mit einer vermeintlichen Faustfeuerwaffe auf die Angestellten. Zeitgleich zertrümmern die anderen mit Äxten die erste Vitrine mit hochpreisigen Uhren.

Der Nervenkrimi nimmt seinen Lauf: Ein anwesender Security schoss das Quartett in die Flucht - drei Verdächtige, deren Identität noch immer nicht feststeht, wurden rasch gefasst. Einer davon mit Hilfe von Passanten - zwei in einem Taxi in Ötztal-Bahnhof. Der vierte Täter konnte untertauchen…

Flucht mit Streifenwagen

26. Jänner 2011: Das Nobelgeschäft Leitner gleicht einem Schlachtfeld. "Drei Männer, von denen einer die Mitarbeiter mit einer Pistole bedrohte, stürmten in das Geschäft. Seine Komplizen, bewaffnet mit Hammer und Axt, zertrümmerten die Vitrinen und rafften Uhren der Marken Rolex und Breitling zusammen. Dann flüchteten sie", schilderte damals Walter Pupp vom LKA Tirol, der auch im aktuellen Fall die Ermittlungen leitet.

Dass die Täter letztlich gefasst werden konnten, war einer Passantin zu verdanken. Diese hatte vom Überfall Wind bekommen und die Polizei vorgewarnt. Bei der dadurch frühzeitig ausgelösten Alarmfahndung wurde der erste Räuber in der Anichstraße überwältigt. Die anderen Verdächtigen flüchteten mit der Straßenbahn Richtung Pradl. Als sie dort ein Polizist kontrollieren wollte, schlugen sie diesen nieder und rasten mit dessen Streifenwagen davon. Ein Polizei-Großaufgebot stellte das Duo kurze Zeit später in Aldrans…

Das waren die Überfälle Nummer fünf und sechs. Bleibt nur zu hoffen, dass der Coup am Dienstag nun auch der letzte war!

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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