Di, 17. Oktober 2017

VP-Parteitag in Graz

07.10.2017 14:29

Schützenhöfer sicher: „Werden den Kanzler stellen“

Der steirische ÖVP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer ist sich eine Woche vor der Nationalratswahl sicher: "Wir werden den Bundeskanzler stellen. Mit Sebastian Kurz können und werden es packen." Schützenhöfer wurde am Samstag beim Landesparteitag in Graz mit 99,5 Prozent der Delegiertenstimmen als Parteiobmann bestätigt worden. Es gab allerdings auch keinen Gegenkandidaten.

Schützenhöfer überließ die Kritik an der Bundes-SPÖ weitestgehend seinem Vorredner Sebastian Kurz. Er selbst sagte, in der Steiermark halte man es anders, zum Regieren brauche es Ideen und Haltung. "Wir arbeiten in der Landesregierung vertrauensvoll zusammen, weil es in der Steiermark keinen Platz gibt für ausländische Spindoktoren, die nur Streit und Hader bringen. Solche Methoden hat es ja selten gegeben, dass man jemand anstellt, um den Schmutzkübel herauszuholen. Das beantworten wir nicht mit denselben Methoden, aber so, dass sie den Strippenziehern einen Strich durch die Rechnung machen, am nächsten Sonntag."

Schützenhöfer: "Können nicht alles Leid der Welt schultern"
In die Gesellschaft habe sich zu viel Beliebigkeit eingenistet und die eigene Befundlichkeit sei das Maß aller Dinge, beklagte der ÖVP-Landeschef. Es habe jedenfalls mit Gerechtigkeit zu tun, wenn man sage, man könne nicht alles Leid der Welt schultern. Er sei unter anderem auch dagegen, dass sich jemand in die Mindestsicherung quasi einschleiche und diejenigen belächle, die arbeiten gingen: "Ich muss doch von jemanden, der gerade Glieder hat, verlangen können, dass er etwas leistet."

Nagl: "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein"
Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl kritisierte vor allem die Bundes-SPÖ: "Was Bundeskanzler Christian Kern und die Sozialdemokraten an Schaden angerichtet haben, das halten die Menschen nicht mehr aus. Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, und ich hoffe, dass das am nächsten Sonntag passiert. Der Streit, den sie anzetteln, der könnte letztlich anderen nutzen, und dass wir Blau-Rot haben, und das wünscht sich keiner", sagte Nagl.

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