Sa, 18. November 2017

„Peinlicher“ Irrtum

04.10.2017 11:11

Angst vor Bären-Attacke: Wanderer wählen Notruf

Panische Angst vor einer Bären-Attacke hat in Oberösterreich einen Rettungseinsatz ausgelöst: Ein tschechisches Urlauberpaar war in den Abendstunden vom Schafberg ins Tal gewandert, als plötzlich markerschütterndes Brüllen aus dem dunklen Gebirgswald dröhnte. Die Wanderer dachten, die Geräusche würden von Bären stammen. Sie flüchteten in eine Hütte und wählten den Notruf. Glücklicherweise handelte es sich aber bloß um röhrende Hirsche.

Die Tschechen hatten auf einer Seehöhe von etwa 800 Metern das brünftige Rotwild gehört, das während der Paarungszeit am Abend dort zusammentrifft. Ein Tier brüllte oberhalb des Paares, ein anderes unterhalb. Die Wanderer dachten, die Geräusche stammen von Bären und bekamen es mit der Angst zu tun. Sie suchten Schutz in einer Hütte bei einer Wildfütterungsstelle und setzten einen Notruf ab.

"War dem Mann sichtbar peinlich"
Die Bergrettung St. Wolfgang kam dem Paar zu Hilfe und klärte es über das Missverständnis auf. Gemeinsam stieg man ins Tal ab. "Dem jungen Mann war die Sache sichtbar peinlich", erklärte Einsatzleiter Markus Ritzberger gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten". Zuletzt war im Jahr 2009 ein Bär im Salzkammergut gesichtet worden, der aber ins Ötschergebiet abwanderte.

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