Mi, 22. November 2017

Ansturm auf Amt

04.09.2017 14:18

Parkpickerl in Wien-Favoriten seit heute in Kraft

Seit Montag ist der Wiener Bezirk Favoriten Kurzparkzone, bislang haben rund 30.000 Anwohner Anträge für ein Parkpickerl gestellt. Viele entschieden sich dazu aber offenbar erst im letzten Moment. Die Schlange vor dem Bezirksamt war lang, bis Mittwoch gilt zudem eine Schonfrist - wer allerdings danach ohne gültiges Pickerl oder Parkschein ertappt wird, wird gestraft. Für die Wiener FPÖ, die ÖVP sowie die NEOS kommt die Einführung des Parkpickerls einer "Abzocke" gleich.

Die Kurzparkzone gilt an Werktagen von 9 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag bleiben derzeit von der Verordnung unberührt. Ausgenommen von der Regelung sind das Grün- und Industrieareal westlich der Triester Straße und das Gebiet westlich der Himberger Straße zwischen Liesingbach und Bahnlände. Das Gleiche gilt auch für die unbebauten Zonen am südlichen und östlichen Rand des 10. Bezirks.



"Extrem pendlerfeindlich"
Wenig erfreut über die Einführung des Parkpickerls zeigten sich am Montag FPÖ, ÖVP und NEOS. FP-Vizebürgermeister Johann Gudenus sprach im Rahmen einer Pressekonferenz davon, dass es "extrem pendlerfeindlich ist, was hier passiert". Er sprach sich für eine Ausweitung der Park-and-Ride-Anlagen bei U-Bahn-Endstationen am Stadtrand aus.

FPÖ ortet "massive Nachteile für Simmering"
Die Einführung des Parkpickerls in Favoriten werde "massive Nachteile für den angrenzenden Bezirk Simmering" - er wird als einziger in Wien von einem FPÖ-Vorsteher geführt - bedeuten, zeigte sich Gudenus überzeugt. Ob dort ebenfalls das Parkpickerl eingeführt werden soll, müssten die Bürger in der anstehenden Befragung entscheiden.

"Sinnvolles Gesamtkonzept" statt "Fleckerlteppich" gefordert
Auch ÖVP und NEOS kritisierten in Aussendungen am Montag auf die Parkpickerl-Regelung. "Mit dem heutigen Start der Parkraumbewirtschaftung in Favoriten werden die Schikanen und die Abzocke in der Wiener Verkehrspolitik fortgesetzt", meinte der Klubobmann der Wiener ÖVP, Manfred Juraczka. NEOS-Verkehrssprecherin Bettina Emmerling forderte ein "sinnvolles Gesamtkonzept" statt einem "Fleckerlteppich".

 krone.at
Redaktion
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