So, 27. Mai 2018

Nach Hagelschäden:

30.08.2017 15:45

Schilcher wird mit vereinten Kräften geerntet

Nach dem schönen Sommer war bei den Schilcherbauern die Vorfreude auf eine gute Ernte groß. Ein heftiges Unwetter mit Sturm und Hagel machte am Montag diese Hoffnung mancherorts zunichte. Familie Mally aus Bad Gams rief am Mittwoch zu einer raschen Ernte, etwa 30 Helfer kamen.

"Es hat immer wieder Hagelunwetter gegeben, aber so ein schlimmes habe ich in meinem Leben noch nie erlebt", sagte Opa Ferdinand Mally (79) tief betroffen und zeigte die Spuren der Zerstörung. Noch gestern war haufenweise angeschwemmter Hagel zu sehen.

Erntehelfer via Facebook gesucht
Weil die Trauben durch den Hagelschlag zu faulen beginnen und eine Wespeninvasion zu erwarten ist, rief Stefan Mally via Facebook und Telefon zur Notlese auf. Mit Erfolg: An die 30 Gehilfen fanden sich Mittwochfrüh am Hof ein.

"Obst- und Weinbauern haben es nicht leicht"
Eine mit der betroffenen Familie befreundete Dame etwa sagte: "Als ich gehört habe, was passiert ist und dass der Stefan über Facebook Helfer sucht, habe ich zu weinen begonnen." Auch ein Mann meldete sich zu Wort: "Im Frühjahr haben sie fleißig geheizt, um den Frost abzuwenden, und jetzt kam der Hagel. Die Obst- und Weinbauern haben es nicht leicht."

"Retten, was zu retten ist"
Laut Stefan Mally, der auf 2,2 Hektar Weinbau betreibt und bei dem im Vorjahr der Frost viel Schaden anrichtete, hätte die Ernte der Schilchertrauben erst Ende September bzw. Anfang Oktober stattfinden sollen. Nun gilt es zu retten, was noch zu retten ist. "Die Zuckergrade passen. Die Trauben werden sofort gerebelt."

Ausfälle von bis zu 90 Prozent
Im Bezirk Deutschlandsberg hat das heftige Gewitter am Montag einen Schaden von etwa einer Million Euro in der Landwirtschaft angerichtet. Laut Josef Kurz, Landesleiter der Hagelversicherung, traf es Weinbauern wie Mally am schlimmsten. Vereinzelt gibt es Ausfälle von 80 bis 90 Prozent.

Josef Fürbass, Kronen Zeitung

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