Mo, 28. Mai 2018

Flüchtlingsanteil

16.08.2017 12:13

"Graz gehört jetzt entlastet!"

2666 Asylwerber sind in Graz untergebracht - das ist ein Anteil von 31,27 Prozent an der Gesamtzahl von Asylwerbern in der Steiermark. Während die Zahl der Flüchtlinge in der Steiermark seit Februar 2016 gesunken ist, ist sie in Graz gestiegen. Der Grazer VP-Sozialstadtrat Kurt Hohensinner verlangt eine Entlastung.

"Die Stadt Graz wird derzeit überbordend in die Pflicht genommen", kritisiert Hohensinner. "Das Land muss für eine gerechtere Aufteilung sorgen, Graz gehört jetzt entlastet!"

Die nackten Zahlen bestätigen Hohensinners Kritik durchaus: 31,27 Prozent beträgt der Anteil, den Graz zu tragen hat (Stand Juni) - im Jänner 2017 lag er noch bei 28,79 und im Februar 2016 nur bei 23,62 Prozent.

Mehr Asylwerber

Auch wenn man sich die absoluten Zahlen ansieht, schlägt das Unterbringungs-Pendel in Richtung Graz aus: 8527 Asylwerber sind in der Steiermark in der Grundversorgung. Noch im Februar 2016 waren es viel mehr, nämlich 9746. In Graz ist die Zahl der Asylwerber im gleichen Zeitraum jedoch nicht auch gesunken, sondern gestiegen - nämlich von 2302 auf 2666.

Hohensinner: "Während das Land laufend Quartiere im ländlichen Bereich schließt, bleiben jene in Graz geöffnet."

Aufenthaltspflicht

Hohensinner tritt auch für eine Residenzpflicht (eine Art Aufenthaltspflicht) ein, wenn Asylberechtigte Mindestsicherung beziehen.

Hohensinner: "Diese Regelung soll aber nicht für das jeweilige Bundesland, sondern für den Bezirk gelten. So könnten wir den massiven Zulauf in Ballungsräume wie Graz bremsen. Es ist nämlich nachweislich so, dass es Flüchtlinge, sobald sie den Asylstatus bekommen haben, in die Ballungsräume zieht."

Von: Gerald Richter

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