Fr, 24. November 2017

Pfingst-Festspiele

02.06.2017 23:30

Von ansteckender Lebensfreude

Sie war ab- und doch mehr als anwesend: Cecilia Bartoli schonte sich für die "Ariodante"-Premiere und überließ Markus Hinterhäuser die Präsentation des Pfingst-Programmes 2018 zum Thema "1868 - Zeitenbrüche". So loben hätte sie sich selbst gar nicht können.

Denn das wäre unschicklich gewesen. "Es ist," stellt der Intendant fest , "ein großes Glück, dass Cecilia Bartoli die künstlerische Leitung inne hat. Ihr Engagement, ihre Kompetenz gehen weit über das Sängerische hinaus. Es ist schwer, in wenigen Tagen ein inspirierendes, bereicherndes Programm zu planen. Ihre einzigartige Hingabe, ich war oft in den Proben und keine Sekunde hat sie sich geschont, ihre musikologische Neugier, das haben nicht viele Musiker. Für die Rossini-Hommage 2018 hätte sie es sich viel leichter machen können."

Hat sie nicht, wird sie vermutlich nie. Es ging ihr um Bruchlinien und Verwerfungen in der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts: "Aus dem Wechselspiel unterschiedlicher Zugänge möchte ich - ausgehend von Rossinis ansteckender Lebensfreude - neue Perspektiven eröffnen, die wir in einem Kaleidoskop auf das Jahr 1868 bündeln. Es sind verblüffende Entwicklungen über die wir in dieser Konstellation wohl nie zuvor nachgedacht haben."

Salzburger Festspiele Pfingsten 2018: 1868 - Hommage an Gioachino Rossini

Zentral firmiert Rossinis "L‘Italiana in Algeri" mit La Bartoli als Isabella und dem Ensemble Matheus unter Jean-Christophe Spinosi. Bruckner und Brahms (das "Deutsche Requiem" in der Londoner Fassung mit Pierre-Laurent Aimard und Marskus Hinterhäuser am Klavier). Jacques Offenbachs "La Périchole" mit den Les Musiciens du Louvre und Marc Minkowski danach. Daniel Barenboim wird mit der Staatskapelle Berlin zwei Konzerte gestalten (András Schiff, sowie Bartoli, Rolando Villazón und Jonas Kaufmann), Maxim Vengerov kommt mit der Camerata Salzburg, die Les Musiciens du Prince - Monaco werden mit dem Tenor Javier Camarena Rossini und Manuel García, einem damaligen Stimmwunder, paaren. Das wird, nehme ich mal an, wieder ein schöner, geistvoll-sinnlicher Bartoli-Bogen.

Hans Langwallner, Kronen Zeitung

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