Mi, 13. Dezember 2017

Kein grünes Licht

24.05.2017 16:11

Die Uhr für 20.000 neue Jobs tickt

Während in Wien die Hackeln tief fliegen und die zerbrochene Regierung darum ringt, noch irgendwelche Vorhaben durchzubringen, laufen in Deutschlandsberg und Voitsberg unbeirrt die Vorbereitungen: Anfang Juli soll die "Aktion 20.000" mit neuen Jobs für ältere Langzeitarbeitslose starten. Vor Ort wäre man bereit…

Von unserer Seite ist alles auf Schiene", sagt der Voitsberger AMS-Regionalstellenleiter Franz Hansbauer. Sein Bezirk ist ebenso wie Deutschlandsberg als steirische Modellregion für die "Aktion 20.000" auserkoren. Wie berichtet, sollen Menschen, die älter als 50 Jahre und länger als ein Jahr arbeitslos sind, bei Gemeinden oder gemeinnützigen Einrichtungen tätig werden. Bereits im Juli sollte es losgehen, 2018 dann der Rest Österreichs folgen.

Bürgermeister tagten, als Mitterlehner zurücktrat
Sollte, denn noch fehlt grünes Licht von der Bundesregierung und dem Parlament. Ein Beschluss ist angesichts der derzeitigen innenpolitischen Lage schwierig, doch Hansbauer bleibt optimistisch: "Die Aktion wird stets als eines der wichtigsten Vorhaben genannt."

Startbereit sei man jedenfalls: Es gab eine große Bürgermeisterkonferenz (übrigens genau am Tag des Rücktritts von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner) und Einzelgespräche mit fast allen Ortschefs. Diese Woche startete bereits die Schulung von einigen Arbeitslosen als künftige Heimhilfen.

Gemeinden wären startklar
Das Interesse der Kommunen bestätigt der Gemeindebundpräsident Erwin Dirnberger, gleichzeitig Bürgermeister von Söding-St. Johann: "Ich finde die Aktion gut, wir haben in unserer Gemeinde mit ähnlichen Ansätzen gute Erfahrungen gemacht." Angedacht sind etwa Arbeiten am Bauhof oder für die Gemeinde-Webseite. In der Weststeiermark wäre man also bereit, jetzt muss man sich noch in Wien zusammenraufen…

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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