Sa, 18. November 2017

Narr hielt Arsenal

24.05.2017 07:42

377 Waffen, Munition und Panzergranate gehortet

Im nördlichen Flachgau ist ein illegaler Waffenhändler aufgeflogen: In seinem Haus hortete der 83-Jährige 377 Waffen, eine Panzergranate, Waffenteile und tausende Schuss Munition, vieles stammt noch aus den Weltkriegen. Der Salzburger verkaufte Teile seines Arsenals nach Bayern, dort gab es drei Festnahmen.

Gute Polizeiarbeit über die deutsch-österreichische Grenzen, das führte am Ende zum Erfolg. Bei einer Hausdurchsuchung am 20. Mai fanden Ermittler des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung neben den 377 Waffen und dem Zubehör auch noch Kriegsmaterial: Darunter befanden sich 28 Faustfeuerwaffen, mehrere Läufe für Maschinengewehre, zahlreiche Verschlussteile, eine Panzergranate ohne Sprengstoff und ein nicht demilitarisiertes Maschinengewehr.

Einige Waffen sind noch funktionsfähig, andere waren zu Sammlerzwecken deaktiviert worden. Der 83-jährige Besitzer gestand, dass er schon seit geraumer Zeit illegal Schusswaffen am Schwarzmarkt weiter verkauft hatte. Er besitzt einen Waffenpass, hatte aber etliche Pistolen und Gewehre nicht gemeldet. Damit sind die Waffen illegal.

Waffen wechselten am Schwarzmarkt Besitzer
Gleichzeitig fassten Ermittler in Bayern drei Männer (70, 50 und 45 Jahre alt), die bei dem 83-jährigen Salzburger Waffen illegal bestellt und gekauft hatten. Schusswaffen, Schwarzpulver und mehrere tausend Schuss Munition wurden in deren Wohnhäusern sichergestellt. Gegen den 83-jährigen Flachgauer wurde ein Waffenverbot ausgesprochen, er wird nach dem Waffengesetz und dem Kriegsmaterialgesetz angezeigt. Die Polizei sucht noch nach weiteren Abnehmern, die auf dem Schwarzmarkt aktiv sind.

Kronen Zeitung

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