Do, 23. November 2017

Malta als Versteck

20.05.2017 16:16

Viele Promi-Österreicher auf Steuersünder-Liste

Banken, Fluglinien, Privatpersonen - mit niedrigen Steuern lockt die Mittelmeerinsel Malta offenbar auch immer mehr Österreicher an. Auf einer CD, die jetzt dem heimischen Fiskus zugespielt wurde, finden sich zum Teil auch prominente Firmen und Namen wieder. Der Datensatz wird jetzt genau durchleuchtet.

Es ist nicht das erste Mal, dass der österreichischen Finanz Steuerdaten aus dem Ausland zugespielt wurden. In diesem Fall kam das brisante Dokument von der Insel Malta: Exakt 2553 Namen von teils namhaften Unternehmen und Persönlichkeiten sollen enthalten sein.

Nicht jeder, der auf der Liste aufscheint, muss allerdings gleich ein Steuersünder sein. "Die Daten werden derzeit von Forensikern überprüft, möglicherweise besteht im Inland überhaupt keine Steuerpflicht", bestätigt Johannes Pasquali vom Finanzministerium.

2,63 Gigabyte von "anonymer Quelle"
Ziel sei dennoch, Steuersündern auf die Schliche zu kommen bzw. unredliche Praktiken aufzudecken. Die Auswertung der Daten - 2,63 Gigabyte, die bereits vor knapp zwei Wochen von einer "anonymen Quelle" übermittelt worden seien - werde jedenfalls eine Zeit dauern, heißt es.

Die Mittelmeerinsel ist in Zusammenhang mit Steueraffären nicht zum ersten Mal in den Schlagzeilen. Malta gilt als eine der attraktivsten Steueroasen weltweit.

Kronen Zeitung/krone.at

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