Mi, 18. Oktober 2017

"Krone"-Interview

16.05.2017 15:44

Janko: „Bei Red Bull sind für mich die Türen zu!“

Marc Janko will sich mit dem Double vom FC Basel verabschieden und ist dann für fast alle Klubs offen - er schließt nur eine Rückkehr zu Red Bull nach Salzburg aus. Geld spielt für den ÖFB-Bomber dabei (k)eine Rolle, wie er im "Krone"-Interview verrät! Im Video oben sehen Sie eines der schönsten Tore, das Janko in seiner Basel-Zeit erzielt hat!

"Krone": Der Meistertitel ist fixiert, in einer Woche kannst du noch den Cup holen, dann musst du Basel verlassen - wie gehst du damit um?
Marc Janko: Professionell. Ich bin nach wie vor hungrig, das Double wäre emotional die Krönung.

"Krone": Bei dir aber auch mit Wehmut verbunden.
Janko: Natürlich, aber die Trennung hat ja nichts mit meiner Leistung zu tun, es ging nur ums Alter. Der Verein will sich neu ausrichten. Alles läuft hier sehr respektvoll ab.

"Krone": Kaum stand dein Abschied fest, hast du öffentlich Red Bull verteidigt. Das könnte man als taktisches Kalkül interpretieren - erhoffst du dir eine Rückkehr nach Salzburg?
Janko: Nein, bei allen Red-Bull-Klubs sind die Türen für mich zu. Sie setzen auf die Jungen, da zähle ich mich mit bald 34 nicht dazu. Ich habe, weil ich gefragt wurde, nur die Heuchelei im Umgang mit Red Bull kritisiert.

"Krone": Inwiefern?
Janko: Hochachtung, wenn man gegen Kommerz ist. Aber dann muss man alle Vereine, also auch die Werksklubs wie Wolfsburg und Leverkusen, gleich behandeln und darf sich nicht nur einen Blitzableiter suchen.

"Krone": Wie läuft bei einem Marc Janko die Klub-Suche ab?
Janko: Über meinen Manager, da bin ich loyal, gibt es keine krummen Dinge. Anfragen an mich leite ich weiter. Interesse gibt es bald einmal.

"Krone": Aber …
Janko: Aber damit beschäftige ich mich nicht. Noch liegt kein konkretes Angebot vor.

"Krone": Macht dich das unruhig?
Janko: Nein, die Saison läuft, viele Klubs können noch nicht planen. Ich möchte noch spielen, bin fit, hungrig. Aber ich muss nicht mehr spielen, habe vorgesorgt.

"Krone": Geld spielt bei der Klub-Wahl keine Rolle mehr?
Janko: Das wäre auch heuchlerisch. Geld ist auch ein Ausdruck der Wertschätzung.

"Krone": Schließt du bestimmte Länder und Ligen aus?
Janko: Nein, ich bin viel herumgekommen, habe auch emotional keinen Wunschklub, ich bin für alles offen.

"Krone": Offen ist auch die Zukunft von Leo Windtner beim ÖFB. Das Irland-Spiel könnte über Marcel Koller entscheiden - bekommst du die Unruhe mit?
Janko: Man liest es. Aber ich kenne das, bin lange genug im Geschäft. Wir Spieler konzentrieren uns auf uns.

"Krone": Verfolgst du, wie deine Teamkollegen drauf sind?
Janko: Natürlich, bei vielen läuft’s sehr gut. Das kann uns in Irland nicht schaden.

"Krone": Nach Özcan hat nun auch Suttner seine Teamkarriere beendet - wann wird das für dich zum Thema?
Janko: Ich bin nach wie vor stolz, für Österreich zu spielen. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Aber niemand ist verpflichtet, für das Team zu spielen. Der Sutti hat sich superkorrekt verhalten.

"Krone": Wirst du Teamchef Koller bei der Klub-Wahl wieder um Rat fragen?
Janko: (lacht) Wenn es etwas Exotisches wird, schließe ich mich sicher mit ihm kurz.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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