Sa, 16. Dezember 2017

Musikeinlage

15.05.2017 13:26

"Charmant": Hier spielt Putin in Peking am Klavier

Endlich eine neue Folge von "Ein Putin für alle Fälle": Der russische Präsident hat sich am Rande des "Seidenstraßen"-Forums in Peking Zeit für eine musikalische Einlage genommen. Putin setzte sich im Pekinger Staatsgästehaus Diaoyutai an einen Flügel und spielte die Melodien von zwei russischen Klassikern, während er auf den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping wartete. In einer ernsteren Angelegenheit rief der Kremlchef zum Ende der "Einschüchterung" Nordkoreas auf.

Das Video der musikalischen Einlage, das am Montag auch vielfach in chinesischen sozialen Netzwerken geteilt wurde, löste dort überwiegend positive Reaktionen aus. "Putin ist vielleicht nicht groß, aber dafür sehr charmant", schrieb ein Nutzer auf dem Twitter-ähnlichen Dienst Weibo. "Er kann einfach alles managen", hieß es in einem anderen Kommentar.

Putin gilt unter Chinesen als einer der beliebtesten ausländischen Staatschefs und wird dafür geschätzt, dass er sich als "starker Mann" dem Westen entgegenstellt. Für Aufsehen im chinesischen Internet hatte Putin bereits vor drei Jahren bei einem anderen Gipfel in Peking gesorgt: Damals legte er Chinas First Lady Peng Liyuan bei Temperaturen um den Gefrierpunkt behutsam eine Decke über die Schultern.

Putin: "Müssen aufhören, Nordkorea einzuschüchtern"
Den jüngsten Raketentest Nordkoreas bezeichnete Putin am Montag als "kontraproduktiv und gefährlich". "Wir lehnen die Ausweitung des Klubs der Atommächte kategorisch ab", sagte Putin vor Journalisten in Peking. Er fügte jedoch hinzu, dass "wir aufhören müssen, Nordkorea einzuschüchtern". Es müsse eine "friedliche Lösung für dieses Problem" gefunden werden.

Nordkorea hatte am Sonntag zum zweiten Mal binnen zwei Wochen eine ballistische Rakete abgefeuert und damit erneut seine Nachbarländer und die USA provoziert. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Rakete sei 500 Kilometer von seiner Grenze entfernt niedergegangen und habe keine Bedrohung dargestellt.

Seit 2006 hat Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Mit seinen Tests verstößt Nordkorea gegen Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats.

Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hatten zuletzt stark zugenommen. Es wird befürchtet, dass Pjöngjang einen weiteren Atomtest vornehmen könnte. US-Präsident Donald Trump warnte wiederholt, die USA würden notfalls im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen. Militärische Maßnahmen schloss er dabei nicht aus.

 krone.at
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