Mo, 20. November 2017

Umfrage der AK:

12.05.2017 16:59

Tiroler gegen 12-Stunden-Arbeitstag

Forderungen aus der Wirtschaft nach einem 12-Stunden-Arbeitstag erteilen die Tiroler laut AK-Umfrage eine Absage. 77 Prozent können sich das nur in Ausnahmefällen vorstellen. AK-Chef Zangerl wertet das als klaren Auftrag, für den 8-Stunden-Tag zu kämpfen. Die Wirtschaftskammer interpretiert das Ergebnis anders.

Bei der Vollversammlung der Arbeiterkammer (AK) in Innsbruck präsentierte Erwin Zangerl Freitag Nachmittag die aufschlussreichen Ergebnisse der Umfrage:

77 Prozent der Befragten können sich eine Ausweitung der Arbeitszeit nur in Ausnahmefällen vorstellen. Und nur dann, "wenn dafür die Überstundenbezahlung passt".

69 Prozent sind überzeugt, dass die Belastung am Arbeitsplatz für die Beschäftigten jetzt schon groß genug ist. 55 Prozent fürchten, dass eine Flexibilisierung in der Praxis bedeutet: Arbeiten auf Abruf mit weniger Bezahlung. 20 Prozent geben an, dass ihre Firma schon jetzt Überstunden nicht korrekt bezahlt.

67 Prozent sagen: "Es wäre für mich schwierig, könnte der Chef jederzeit 12-Stunden-Arbeit verlangen". Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehen dann 43 Prozent nicht mehr gegeben.

"Viele Beschäftigte arbeiten bereits am Anschlag. Die Umfrage ist ein klarer Auftrag, die Interessen der Arbeitnehmer bestmöglich zu schützen", schwörte AK-Chef Erwin Zangerl bei der Vollversammlung auf den Kampf gegen die Forderung aus der Wirtschaft ein.

Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer zu der Umfrage: "Die Befragten wollen nur im Ausnahmefall einen 12-Stunde-Tag. Mehr wollen wir auch nicht."

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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