Mo, 20. November 2017

IS-Terror

03.05.2017 11:46

Acht Tote bei Anschlag auf NATO-Konvoi in Kabul

Ein Bombenanschlag auf einen NATO-Konvoi im dichten Frühverkehr der afghanischen Hauptstadt Kabul hat mindestens acht Tote und Dutzende Verletzte gefordert. Der in einem Auto deponierte Sprengsatz ging kurz vor 8 Uhr hoch, als die gepanzerten Fahrzeuge des internationalen Militärbündnisses an der Stelle vorbeifuhren. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu dem Anschlag.

Zum Zeitpunkt des Angriffs waren in diesem Teil der Stadt Tausende Menschen auf dem Weg zur Arbeit, vor allem zu Regierungsinstitutionen. Unter den Verletzten befinden sich auch drei US-Soldaten, die jedoch nach Angaben der NATO nach dem Anschlag selbstständig zu ihrer Basis zurückfahren konnten.

In einer über das IS-Sprachrohr Amaq veröffentlichten Meldung heißt es unter Berufung auf eine "Sicherheitsquelle", dass ein "Märtyrer" des "Islamischen Staates" seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen gegen eine Kolonne der US-Streitkräfte nahe der US-Botschaft in Kabul gelenkt habe. Ein Sprecher der NATO-Mission "Resolute Support" hingegen berichtete, Ursache der Explosion sei ein am Straßenrand verborgener Sprengsatz gewesen.

IS spricht von acht getöteten US-Soldaten
Der IS behauptet der Amaq-Meldung zufolge, dass acht US-Soldaten getötet worden seien. US-Soldaten hätten nach dem Angriff auch das Feuer auf Fahrzeuge von Anwohnern eröffnet, was zu Toten und Verletzten geführt habe. Außerdem seien zwei der gepanzerten Fahrzeuge zerstört worden. Angaben des IS sind jedoch oft übertrieben.

Die Zahl der Selbstmordanschläge und konzertierten Angriffe nimmt in Kabul stark zu. Die radikalislamischen Taliban, aber auch der IS haben dort seit Jänner nun sieben große Anschläge verübt und dabei Hunderte Zivilisten getötet und verletzt.

Der IS ist in Afghanistan recht klein und wird vor allem von den USA schwer bekämpft. Mitte April hatten die USA Stellungen des IS in Ostafghanistan mit ihrer größten konventionellen Bombe beschossen. Dennoch nimmt die Zahl der Anschläge und Opfer zu.

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Redaktion
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