Di, 24. Oktober 2017

Kindergärten

24.03.2017 17:59

Mehr Spielraum für die Kleinen

Während manche Kindergärten in der Stadt aus allen Nähten platzen, gibt es anderswo noch durchaus freie Kapazitäten: Das geht jetzt aus einer detaillierten Aufstellung über die aktuelle Auslastung der städtischen Einrichtungen hervor. Unterdessen drängen Pädagoginnen auf die Umsetzung des neuen Kinderbetreuungsgesetzes.

Engpässe gibt es demnach besonders bei fünf Kindergärten, die alle in dicht besiedelten Gegenden liegen: Durchschnittlich musste in den vergangenen Jahren hier jedes fünfte Kind abgelehnt werden. Besonders nachgefragt ist demnach der Kindergarten Gebirgsjägerplatz, der im Vorjahr über 50 Prozent der Ansuchen ablehnen musste, und der Kindergarten Lehen I.

Gleichzeitig gibt es aber an der Stadtperipherie aber noch viele freie Plätze.

Eine räumliche Erweiterung der bestehenden Gebäude, wie es GR Lukas Rösslhuber (NEOS) jetzt fordert, würde leider das Problem nicht vollständig lösen. Es braucht auch dringend mehr Personal, wie die zuständige SPÖ-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer erklärt. "Wir suchen händeringend gut ausgebildete Kräfte, aber die wachsen leider nicht auf den Bäumen."

Brauchen dringend mehr Qualität in der Betreuung
Trotzdem versuche die Stadt auf die sich wandelnden Anforderungen zu reagieren. Beispiel ist der Kindergarten beim Stadtwerk Lehen: Dort wurden erstmals sechs Gruppen eingeführt. "Wir überlegen auch, ob wir nicht mittelfristig an Standorten, wo noch freie Gruppen sind, als Stadt wieder selbst eine Krabbelgruppe betreiben. So bleiben wir flexibel", verkündete Hagenauer jetzt.

Mehr Flexibilität würde auch das neue Kinderbetreuungsgesetz bringen. Doch da gerieten die Verhandlungen (wie berichtet) ins Stocken, weil der Finanzausgleich mit dem Bund nicht abgeschlossen ist. Die Berufsgruppe der Elementar-Pädagoginnen meldet sich zu Wort: "Wir fordern die Wiederaufnahme der Verhandlungen, da wir dringend mehr Qualität in der Betreuung brauchen, nicht nur Quantität". so Obfrau Monika Mitterwallner.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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