Mo, 20. November 2017

„Wollen nach Hause“

10.03.2017 12:48

Lawinengefahr: 160 Menschen von Hütte ausgeflogen

Rund 160 Menschen sind am Freitag von der 2165 Meter hoch gelegenen Jamtalhütte nahe Galtür in Tirol ausgeflogen worden - und zwar auf eigenen Wunsch aufgrund der hohen Lawinengefahr. Eine selbstständige Abfahrt der Skitourengeher wäre zu gefährlich gewesen, so eine Polizeisprecherin.

Die Wintersportler hätten private Hubschrauber organisiert, weil sie nicht warten wollten, bis sich die Situation entschärft. "Die Leute wollten wieder nach Hause, weil Wochenende ist und weil sie am Montag wieder arbeiten müssen", so die Polizistin.

Auch zwei alpine Einsatzgruppen der Exekutive waren auf der Hütte, weil sie dort eine Übung absolvierten. Sie wurden ebenfalls ausgeflogen, da sie aufgrund der angespannten Lawinensituation "gebraucht werden". Die Jamtalhütte selbst, ein traditionell beliebter Stützpunkt für Skitourengeher, sei nicht gefährdet, hieß es.

Warnstufe 4 in Tirol und Vorarlberg
Für Tirol war am Freitag Lawinenwarnstufe 4 der insgesamt fünfteiligen Skala ausgegeben worden. Experten stufen die Gefahr oberhalb von 2000 Metern als "groß" ein. Ein ähnliches Bild präsentiert sich in Vorarlberg: Auch hier herrscht Warnstufe 4 und verbreitet große Lawinengefahr. Auch für die Ybbstaler Alpen und das Rax-Schneeberggebiet in Niederösterreich wird von einer erheblichen Lawinengefahr - beziffert mit Stufe 3 - gesprochen. In den übrigen Bergregionen wird das Risiko als "mäßig" eingeschätzt.

 krone.at
Redaktion
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