Di, 21. November 2017

Betonbrocken gelöst

09.03.2017 16:44

Mauerwerk stürzt vom Salzburger Mönchsberg

In der Stadt Salzburg hat sich am Donnerstagnachmittag ein altes Mauerwerk am Mönchsberg gelöst und ist über die Felswand direkt in die Gstättengasse abgestürzt. Zwei etwa zuckermelonengroße Betonbrocken prallten im Bereich der "Humboldt Stubn" auf den Gehsteig und die Straße. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, auch Informationen über Sachschäden liegen derzeit nicht vor.

Augenzeugen beobachteten den Absturz und alarmierten die Einsatzkräfte, berichtete Michael Haybäck, der Leiter des Amts für Öffentliche Ordnung. Die Straße wurde daraufhin sofort gesperrt. Frostbruch, Wind und Starkregen sollen den Sturz verursacht haben, den die Fangbretter aus Holz nicht mehr aufhalten konnten.

Gefahr rasch gebannt
Die Absturzstelle konnte schnell gesichert werden, nachdem die losen Teile von "Bergputzern" entfernt wurden. Laut Haybäck wurde die Straße gegen 14.45 Uhr wieder freigegeben. Nun müsse noch überprüft werden, ob durch die Felsbrocken bei einem der Häuser in der Gasse das Dach beschädigt wurde, berichtete die Feuerwehr. Außerdem dürfte die Baubehörde demnächst wohl einen Sanierungsauftrag für die Mauer erteilen.

Seit einem verheerenden Felssturz am 16. Juli 1669, der 230 Menschenleben forderte, werden die Felsen der inneren Stadtberge in Salzburg regelmäßig von losen Steinen und Strauchwerk befreit. Im 19. Jahrhundert bürgerte sich für die Arbeiter der heutige Name "Bergputzer" ein. Die Westflanke des Mönchsbergs zwischen dem Neutor und dem Klausentor gilt als besonders brüchig, weil sie stark mit Klüften durchsetzt ist. Seit 1870 ist der Magistrat Salzburg allein für die Betreuung der Stadtbergfelsen zuständig.

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