Mi, 22. November 2017

Wegen ihrer Kleidung

17.02.2017 16:10

„Eislady“ in Angst: Von Mitinsassinnen bedroht!

Einst erschoss sie zwei Männer, zerteilte sie, betonierte sie ein - ohne mit der Wimper zu zucken. Zwei ihrer Mitinsassinnen schafften es dennoch, Estibaliz C. einschüchtern: Sie drohten, die "Eislady" zu vergewaltigen. "Die will ja nur Aufmerksamkeit", erklärt das angeklagte Duo jetzt in Wiener Neustadt.

Dunkelhaarig, ein Gesicht wie ein Engel - so kam Estibaliz C. 2012 in den Maßnahmenvollzug der Jusitzanstalt Schwarzau. Jetzt ist die zierliche Doppelmörderin blond, hat nichts an Attraktivität eingebüßt.

"Neid" sehen sie und Anwalt Rudolf Mayer als Grund für die Anfeindungen der Mitinsassinnen. Zuvor sei das Verhältnis gut gewesen, doch seit klar war, dass man gemeinsam in die Außenstelle nach Garsten verlegt werde, sei es losgegangen: "Sie begannen, mich zu belächeln, die Art, wie ich gehe und spreche", erklärt "Esti" Richter Gerald Grafl, "sie begannen, mich zu beschimpfen, als Hure, als Betoniererin."

"Sie haben gespuckt, geschrien"
Der Höhepunkt bei einer Hofrunde: "Sie haben gespuckt, geschrien, dass sie mich flachlegen werden. Und dass sie mir meine Gucci- und Prada-Sachen reinschieben werden." Dabei, sagt sie, habe sie nur billige Sachen. "Aber gewaschen und gebügelt schaut das aus, als ob es etwas Besonderes wäre."

Die Angeklagten - Estibaliz C. gewichtsmäßig über- und attraktivitätsmäßig unterlegen - leugnen. "I komm bald außi, da mach i wegen der C. doch kane Probleme", sagt die eine, "die C. will ja nur in den Medien sein." Beim Urteil, 6 bzw. 8 Monate Haft, springt die andere auf, schreit und weint. "Wir berufen", ist für beide klar.

Silvia Schober, Kronen Zeitung/red

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