So, 19. November 2017

Gerüst-Einsturz

09.02.2017 18:47

„Bin froh, dass niemand verletzt wurde“

In der Linzer Mozartstraße stürzte am Mittwoch ein Baugerüst um. Die Teile lagen über die Straße verstreut und steckten an der gegenüberliegenden Fassade fest. Ein Dachgesims dürfte, wie berichtet, auf das Gerüst gestürzt sein und es zu Fall gebracht haben. Dass auf der viel befahrenen Straße niemand verletzt wurde, grenzt laut Hauseigentümer Dietmar Hehenberger an ein Wunder.

Sie sind Eigentümer des Hauses. Waren Sie vor Ort, als das Unglück passiert ist?
Zu dem Zeitpunkt hab’ ich mich gerade in unserem Hotel in Guglwald im Mühlviertel aufgehalten. Als mich die Hiobsbotschaft erreicht hat, bin ich natürlich sofort ins Auto gesprungen und nach Linz gefahren.
Wie ist es Ihnen gegangen, als Sie das Ausmaß der Zerstörung gesehen haben?
Das war wirklich kein schöner Anblick. Gleichzeitig war ich aber wahnsinnig darüber erleichtert, dass bei dem Unfall keine Menschen verletzt worden sind. Das grenzt an ein Wunder. Da haben die Schutzengel zu 100 Prozent gearbeitet.
Zuerst hat es aber geheißen, dass ein Arbeiter verletzt worden sein soll.
Dass das überall sofort kolportiert worden ist, ärgert mich immer noch stark. Die Folge davon war, dass ich zuerst sogar befürchtet habe, dass der Mann unter dem Schutt liegen könnte.
Was ist wirklich passiert?
Der Arbeiter hat ein lautes Knacksen gehört und wollte aus dem Gefahrenbereich rennen. Dabei hat er sich die Hand nur ein wenig angeschlagen, mehr ist nicht passiert. Das hat er auch den Sanitätern erzählt, die ihn gefragt haben. Doch anstatt ihm das zu glauben, haben sie ihn einfach links und rechts geschnappt und ins Krankenhaus gefahren.
Wie ging es weiter?
Im Spital hat man den Arbeiter nicht einmal behandelt, weil offensichtlich war, dass ihm nichts fehlt. Das Rettungsteam hat ihn dann wieder zurückgebracht. Am Nachmittag hat der Mann wieder gearbeitet und problemlos Schutt geschaufelt.
Wie groß ist der Sachschaden, der angerichtet wurde?
Die genaue Höhe muss erst eruiert werden: Das Gerüst ist kaputt und der Dachstuhl heruntergerissen, auch Fassadenteile und Fenster sind beschädigt. Spannend wird vor allem, wie hoch der Schaden durch die gerissenen Strom- und Oberleitungen für die Linz AG ist.
Wer hat Ihrer Meinung nach Schuld am Unglück?
Das ist schwer zu sagen, die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Vielleicht hat es eine Erschütterung gegeben? Mir ist gesagt worden, dass offenbar alles korrekt gesichert war.
Interview: Jürgen Pachner

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