Di, 21. November 2017

Grundstein verlegt

26.01.2017 20:57

Perron öffnet die Pforten im Jahr 2019

Ungewohnt, ja fast wie ein gläserner Fremdkörper wirkt das Perron am Hauptbahnhof derzeit noch auf den Plänen. Und doch ist der Bau am Hauptbahnhof ein weiteres wichtiges Kapitel in der stetigen Revitalisierung des Viertels. Auch der Einspruch einer einzigen Anrainerin konnte den Fortschritt nicht aufhalten.

Wäre alles nach Plan verlaufen, dann hätte Bürgermeister Heinz Schaden am Donnerstag feierlich ein rotes Band zur Eröffnung durchgeschnitten - vorläufig konnte er aber nur symbolisch den Grundstein für den Hochbau verlegen. Zwei Jahre hat sich der Bau des gläsernen Hotelturms samt Flachbau am Hauptbahnhof verzögert, weil eine Anrainerin befürchtet, dass sie die Glasfassade blenden könnte. A. DOBLERJetzt liegen aber alle Genehmigungen vor und nach aufwändigen Grabungen (Stichwort: Seeton) beginnt der sichtbare Teil der Baustelle, so dass das Hotel rechtzeitig zu den Osterfestspielen 2019 seine Tore öffnen kann: 54 Meter wird der Turm des "arte Hotel Salzburg" hoch sein, der insgesamt 120 Zimmer samt Restaurant in der obersten Etage beherbergen wird. Betreiber ist die private österreichische Hotelgruppe Ipp.

Bau verzögerte sich zwei Jahre wegen Anrainer-Einspruch

In den Flachbau zieht die Sparkasse mit rund 200 Mitarbeitern ein, außerdem entstehen dort Geschäfte und Wohnungen. Gleiche Architekten wie bei der Neuen Mitte LehenDie Pläne dazu stammen aus der Feder der Architekten von Halle 1, Heinz Lang und Gerhard Sailer, deren kreative Handschrift auch das Keltenmuseum Hallein oder die Neue Mitte Lehen trägt.

Unbegreiflich sind für den Stadtchef allerdings die Gründe für die Baustart-Verzögerung. Denn wie so oft sei es auch hier ums Geld gegangen. Die klagende Anrainerin ist nämlich die Mutter eines Wiener Bauunternehmers. Sie hatte zuvor in Aussicht gestellt, ihren Widerstand gegen die Zahlung von 750.000 Euro aufzugeben. "Das war für uns aber keine Option", betonte Planungsstadtrat Johann Padutsch ganz klar.

Bauherr ist die Firma Bodner aus Wals, die rund 50 Millionen Euro in das Perron investiert.

ANNA DOBLER

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden