Mi, 18. Oktober 2017

Trauer um Pop-Poet

12.11.2016 12:50

Leonard Cohen bereits in Montreal beigesetzt

Die Musiklegende Leonard Cohen ist bereits am Donnerstag auf einem jüdischen Friedhof in seiner Geburtsstadt Montreal beigesetzt worden. Trauerfeier gab es noch keine, die soll in Los Angeles stattfinden, wie es auf Cohens Website hieß. Termin dafür gibt es aber noch keinen.

Cohen sei neben seinen Eltern, Großeltern und Urgroßeltern begraben worden, berichtete der Rabbiner Adam Scheier der Zeitung "La Presse". Während der Trauerzeremonie seien die Zeile "Hineni, Hineni, my Lord" ("Ich bin bereit, Herr") und andere Zitate aus dem Lied "You want it Darker" von Cohens jüngstem Album vorgetragen worden.

Trauernde Fans versammelten sich vor Cohens Haus in Montreal. Sie legten zahlreiche Blumen und Fotos nieder und hinterließen auch Briefe für den Pop-Poeten. Cohens Plattenfirma hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass der Kanadier im Alter von 82 Jahren in seinem Wohnort Los Angeles gestorben war. "Wir haben einen der meistverehrten und produktivsten Visionäre in der Musik verloren", hieß es.

Video auf krone.at: Das waren Cohens größte Hits

"Hallelujah" wurde immer wieder gecovert
In den 1960er-Jahren war der Singer-Songwriter zu einer der prägenden Figuren der Alternativkultur in Nordamerika geworden. Seine poetischen, mit sonorer Stimme vorgetragenen Songs machten Cohen weltbekannt, sie wurden über die Jahrzehnte von vielen anderen Künstlern interpretiert. Songs wie "Suzanne" und "So Long Marianne" ließen ihn zu einer Liedermacher-Ikone werden. Sein Hit "Hallelujah" wurde immer wieder von anderen Künstlern gecovert.

Cohen wurde 1934 als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie in Montreal geboren, wo er auch aufwuchs. In seiner künstlerischen Karriere übte er sich zunächst als Lyriker, wandte sich dann aber der Musik zu - zunächst eher zögerlich, letztlich aber mit großem Erfolg. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Cohen hauptsächlich in Kalifornien.

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