Fr, 17. November 2017

Ein Verletzter

12.11.2016 13:11

Portland: Schüsse bei Demo gegen Donald Trump

Seitdem Donald Trump zum neuen Präsidenten der USA gewählt wurde, gehen Tag für Tag Tausende Menschen im Land auf die Straßen, um gegen den Milliardär zu protestieren. Bei einer dieser Anti-Trump-Demonstration wurde in der Nacht zum Samstag ein Mann angeschossen.

Der Mann geriet laut Polizei Samstag früh Ortszeit mit einem Autofahrer auf einer Brücke in Streit. Dann stieg der Autofahrer aus und feuerte mehrfach auf sein Opfer. Der Täter floh in seinem Wagen, der Angeschossene kam mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Polizei von Portland rief die Demonstranten auf, das Gebiet im Zentrum der Stadt im Bundesstaat Oregon an der Westküste der USA zu verlassen.

Zuvor waren die Polizisten wie bereits in der Nacht auf Freitag mit Pfefferspray und Blendgranaten gegen die Demonstranten vorgegangen. Diese hatten Straßen blockiert und mit Gegenständen geworfen. 26 Menschen wurden nach Polizeiangaben festgenommen. In Los Angeles kam es sogar zu 185 Festnahmen.


Bereits die dritte Nacht in Folge demonstrierten Tausende landesweit gegen die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Etwa in Los Angeles, Miami, Atlanta, Philadelphia, San Francisco und New York gingen Trump-Gegner mit Einbruch der Dunkelheit auf die Straßen und skandierten ihren Schlachtruf "Not my president!" ("Nicht mein Präsident!").

Trumps Kritiker befürchten, dass der neue US-Präsident die Bürgerrechte beschneiden könnte. Der 70-Jährige hat nicht zuletzt mit rassistischen und frauenfeindlichen Äußerungen polarisiert. Trotz versöhnlicherer Töne seit seinem Sieg ist das Land tief gespalten.

Zur Amtseinführung von Trump am 20. Jänner wollen Zehntausende ihre Wut auf den Immobilien-Milliardär zum Ausdruck bringen, sagte Walter Smolarek, einer der Organisatoren der geplanten Veranstaltung. Am 21. Jänner wollen Frauen an einem "Million Women March" in Washington teilnehmen.

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