Fr, 20. April 2018

Sanitäter attackiert

06.11.2016 05:13

Tobender legte Verkehr im Plabutschtunnel lahm

Wegen eines Patienten, der im Rettungswagen plötzlich zu toben begonnen hatte, musste am Freitag der Plabutschtunnel in Fahrtrichtung Graz für knapp eineinhalb Stunden gesperrt werden. Mehrere Polizeibeamte waren nötig, um den 50-jährigen Obersteirer zu überwältigen. Er befindet sich in der "Geschlossenen".

Freitag früh war die Welt noch in Ordnung, denn der 50-Jährige durfte sich im LKH Rottenmann über eine erfolgreiche Hüftoperation freuen. Doch aus ungeklärter Ursache verschlechterte sich plötzlich sein psychischer Zustand. Er geriet mit einem Patienten in Streit und bedrohte ihn.

Die Auseinandersetzung eskalierte dermaßen, dass sich die Krankenschwester gezwungen sah, die Polizei zu alarmieren. Diese verständigte den Distriktsarzt, der die Einweisung des Patienten ins LKH Graz Süd-West anordnete. Der Steirer wurde vom Roten Kreuz abgeholt, eine Polizeistreife begleitete das Fahrzeug.

Rotkreuz-Helfer attackiert
Doch kurz nach der Einfahrt in den Plabutschtunnel begann der 50-Jährige plötzlich zu toben. Er attackierte die Rotkreuz-Helfer und warf zahlreiche Gegenstände, darunter den Notfallkoffer und zahlreiche Leintücher, aus dem Fahrzeug. Zweimal blieb der Lenker in einer Pannenbucht stehen und versuchte, den Patienten zu beruhigen. Aber es wurde nur noch schlimmer.

Deshalb musste um 17.17 Uhr der Plabutschtunnel in Fahrtrichtung Graz aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Beamte der Autobahnpolizei unterstützten ihre Rottenmanner Kollegen, aber es war alles andere als einfach, den wie von Sinnen tobenden Mann in den Griff zu bekommen.

Sperre dauerte mehr als 90 Minuten
Neuerlich musste ein Arzt gerufen werden, was den Einsatz klarerweise verzögerte. Erst um 18.42 Uhr konnte die Tunnelröhre wieder freigegeben werden. In der Zwischenzeit war es zu zahlreichen Staus gekommen, weil die Polizei den Verkehr durch das Stadtgebiet hatte umleiten müssen.

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