Do, 14. Dezember 2017

In größter Not

04.11.2016 08:03

Rumänisches Ehepaar versorgt 144 kranke Hunde

Eigentlich wollte der Verein "RespekTiere" in Bulgarien helfen, doch bei der letzten Hilfsfahrt im September entdeckten die Tierschützer schon auf dem Hinweg ein desolates Tierheim im rumänischen Temeswar. Das Asyl wird von einem 83-jährigen Ehepaar geführt, die Aufgabe ist den beiden herzensguten Menschen längst über den Kopf gewachsen.

Auf einer mit einer Mauer umgebenen Fläche von gut einem Hektar leben 144 Hunde, die Situation ist dramatisch. Das alte Ehepaar leidet bereits unter schweren gesundheitlichen Problemen, so laboriert der Mann etwa an einer gebrochenen Hüfte und kann kaum mehr gehen - trotzdem versucht er irgendwie, für die Hunde da zu sein. Rund 30 der Vierbeiner wohnen bei ihm in einem sechs Quadratmeter großen Zimmer. "Unter dem Bett, auf dem Sofa, im Regal, unter dem Ofen, einfach überall blicken traurige Hundeaugen entgegen", erinnert sich "RespekTiere"-Obmann Tom Putzgruber erschüttert.

Hunde sind schwer krank und unterernährt
Fast sämtliche Hunde leiden an schwerer Räude, ein großer Teil hat durch das ständige Kratzen kaum mehr Haare am Körper. Aber auch andere Erkrankungen sind allgegenwärtig, und jetzt, vor dem Eintreffen des Winters, spitzt sich die Situation naturgegeben nochmals zu. "RespekTiere" reagierte deshalb rasch und setzte alle Hebel in Bewegung. "Wir konnten tatsächlich eine Schweizer Organisation ausmachen, das 'Network for Animal Protection' (NetAP), welche in Temeswar eine Kastrationsklinik führt. Über einen großzügigen Sponsor konnten nun neueste Medikamente erworben werden, welche zwar sehr teuer sind, dafür aber umso wirksamer gegen sämtliche Parasiten wirken", so Putzgruber.

Futter- und Sachspenden als erste Hilfe organisiert
Schnell waren auch rund 900 Kilogramm Futterspenden gesammelt, dazu eine beträchtliche Menge an Sachspenden. Die medizinische Versorgung der Vierbeiner gestaltete sich schwierig: "Die meisten Hunde sind scheu, verstecken sich auf dem weiten Gelände, nehmen die mit Medikamenten gespickten Leckerlis nicht an. Einige mussten wir einfangen", so Putzgruber. Doch selbst dieser Großeinsatz ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Unterstützen Sie den nächsten Einsatz!
Schon im Dezember will der Verein "RespekTiere" wieder vor Ort im Einsatz sein und überlebenswichtige Tiernahrung bringen. "Die Hunde von Temeswar brauchen unsere Hilfe! Wir werden noch vor Weihnachten ein weiteres Mal die weite Reise antreten, hoffentlich voll beladen mit Spendengütern! Und im Frühjahr werden wir zusammen mit dem großartigen Team von NetAp eine Kastrationswoche durchführen. Für jede noch so kleine Unterstützung sind wir unglaublich dankbar", appelliert Putzgruber an die "Krone"-Familie.

Sie möchten helfen? Infos und Kontaktdaten finden Sie unter www.respektiere.at.

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