Di, 21. November 2017

Wunder in Italien

03.09.2016 10:14

„Romeo“ nach neun Tagen aus Trümmern geborgen

Neun Tage und neun Nächte nach dem Erdbeben in Mittelitalien ist in der Ortschaft Amatrice ein Hund lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses geborgen worden. Der Golden Retriever Romeo überlebte in einem winzigen Raum, der unter den Trümmern frei geblieben war.

Romeos Besitzer hatte alle Hoffnungen verloren, den zwölf Jahre alten Hund noch lebend zu finden. Doch bei den Räumungsarbeiten in den Trümmern seines Hauses hörten die Feuerwehrmänner einen Laut. Erst nach langem Hinhören begriffen die Rettungseinheiten, dass es sich um ein verzweifeltes Hundebellen handelte.

"Ich habe noch Gänsehaut, wenn ich denke, wie wir den hellbraunen Hund gefunden haben", berichtete der Feuerwehrmann Stefano der Tageszeitung "Il Giornale". Der stark geschwächte Hund stürzte sich auf die Wasserschüssel, die ihm die Retter hinhielten. Er wurde von einigen Tierärzten in Amatrice behandelt und seinem Besitzer zurückgegeben.

Erst kürzlich hatten Feuerwehrmannschaften eine Katze namens Gioia nach fünf Tagen unter den Trümmern lebend befreit. Ihre Besitzerin Daniela hatte die Retter bis zuletzt angefleht, das Tier zu suchen.

Ein Drohnenvideo zeigt das Ausmaß der Zerstörung in Amatrice:

Nachbeben verursacht Panik
Das Erdbebengebiet in Mittelitalien kommt indes nicht zur Ruhe. In der Nacht auf Samstag wurde in der Provinz Perugia ein Nachbeben der Stärke 4,3 gemeldet. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von elf Kilometern, berichtete das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie INGV am Samstag. Besonders stark wurde das Nachbeben in der umbrischen Kleinstadt Norcia gespürt, wo viele Menschen in Panik auf die Straße rannten. Es gab keine Verletzten, sondern lediglich Einstürze von Gebäuden, die bereits beim schweren Erdbeben am 24. August beschädigt worden waren.

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