Di, 24. Oktober 2017

Mehrere Abstürze

27.08.2016 21:20

Zwei Tote in den Bergen

Überschätzung der eigenen Kondition, dazu die Hitze und Kreislaufprobleme: In den vergangenen Tagen mehrten sich auf Salzburgs Bergen wieder Abstürze mit teils dramatischen Folgen.

So stürzte am Samstag Vormittag ein Einheimischer (53) bei der Hainfeldscharte am Mitterhorn in Leogang vor den Augen seiner beiden Begleiter in den Tod. Keine Rettung mehr gab es auch für einen Urlauber in Abtenau. Der Deutsche (42) hatte mit seiner Lebensgefährtin auf der Laufener Hütte im Tennengebirge übernachtet. Als der Mann am Samstag um 8.30 Uhr Richtung Parkplatz absteigen wollte - seine Freundin ging ein Stück voraus -, stolperte er und stürzte bei der Wandalm 100 Meter über felsiges Gelände in einen Wald ab. Dort blieb er in einer Rinne liegen. "Einer unserer Bergretter war zufällig in der Nähe. Er konnte aber nichts mehr für den Mann tun", schildert Abtenaus Bergrettungs-Ortsstellenleiter Martin Wallinger.

In Maria Alm verletzte sich nahe des Riemannshauses ebenfalls ein Wanderer schwer. Die Gasteiner Bergrettung musste schon am Freitag einem Verunglückten zu Hilfe eilen. Beim Queren eines Bachbetts im Hinteren Radeck im Anlauftal ist ein 74-Jähriger zwischen zwei Steinen hängen geblieben. "Da hat sich dann ein 100 Kilo schwerer Felsen gelöst und hat ihm das Bein eingequetscht", schildert der Gasteiner Bergrettungschef Roland Pfund. Der Pensionist erlitt einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch. Ihm gelang es trotzdem noch einen Notruf abzusetzen.

Bereits 18 Wanderer verunglückt
"Wir mussten mit dem Rettungshubschrauber in das Gebiet fliegen. Dort gibt es seit den vielen Unwettern und Felsstürzen keine Straße mehr, aber dafür sehr viel loses Geröll", berichtet Pfund. Er lobte den Piloten. "Der hat so ein scharfes Auge. Der Vermisste war grau gekleidet und das im felsigen Gebiet. Aber der Pilot entdeckte ihn trotzdem." Gemeinsam mit dem Flugretter gelang es Pfund den 100 Kilo-Felsen weg zu rollen. Der Pensionist wurde ins Krankenhaus nach Schwarzach geflogen. Martin Wallinger macht für die vielen Wanderunfälle - heuer gab es bereits 18 Tote auf Salzburgs Bergen - auch die Witterung verantwortlich. "Der Regen hat die Steige und Wege rutschig gemacht."

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