Di, 12. Dezember 2017

Bis zu 25 € im Monat

21.08.2016 17:55

Gebührenerhöhung: ORF kommt uns jetzt schon teuer

Für den ORF bezahlen die Fernseh- und Radiokunden bereits jetzt je nach Bundesland zwischen knapp 20 Euro und etwas mehr als 25 Euro Gebühren im Monat. Geplant ist nun eine weitere Gebührenerhöhung um voraussichtlich 10,5%, den der sogenannte Stiftungsrat absegnen muss. Eine Erhöhung, die umstritten ist.

Der Stiftungsrat besteht nämlich aus sogenannten Freundeskreisen einerseits von SPÖ und andererseits von ÖVP. Die haben sich zwar bei der Kampfabstimmung Wrabetz gegen Grasl gematcht, bei der Gebührenerhöhung werden sie aber wohl "Ja" sagen, wenn das auch die Parteizentralen von SPÖ und ÖVP so wollen.

Erwartete Mehreinnahmen von bis zu 70 Mio. Euro
Aufgelistet ist die Gebührenerhöhung in der mittelfristigen Finanzvorschau des ORF-Managements für 2016 bis 2020. In Kraft treten soll sie nach Ansicht des Unternehmens im Mai nächsten Jahres. Erwartete Mehreinnahmen durch die Erhöhung sind laut Insidern 60 bis 70 Millionen Euro. Derzeit betragen die Einnahmen rund 600 Millionen Euro im Jahr. Die Steigerung würde somit an die 10 Prozent betragen.

Befürwortet haben die Erhöhung sowohl ORF-Chef Wrabetz, als auch Finanzchef Grasl, der noch bis Jahresende beim ORF bleibt. Begründet werden die höheren Gebühren mit den jährlichen Preissteigerungen. Vom Tisch soll angeblich eine sogenannte Haushaltsabgabe wie in Deutschland und der Schweiz sein, wobei alle Haushalte und damit auch jene, die den ORF nicht konsumieren, für den Rundfunk zahlen sollen.

Die Länder schneiden bei den Gebühren mit
Bei den ORF-Gebühren schneiden übrigens fast alle Bundesländer in Form eines Kunstförderungsbeitrages bzw. einer sogenannten Landesabgabe finanziell kräftigst mit.

Keine Kritik, dafür Presseförderung?
Interessant wird sein, ob Zeitungen, die sich eine höhere Presseförderung von der Regierung erwarten, die neuerliche ORF-Gebührenerhöhung kritisch bewerten.

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