So, 18. Februar 2018

Es geht um Millionen

19.08.2016 18:30

Die HCB-Klagslawine rollt los!

Im Krimi um das Umweltgift HCB sind jetzt die ersten Klagen am Landesgericht Wien eingelangt! Zwei große Forstbetriebe fordern wegen der Umweltschäden vom Staat und von den mutmaßlichen Verursachern 2,57 Millionen Euro Schadenersatz. Weitere Klagen folgen.

Gutachter hatten im Auftrag des Umweltanwaltes Wolfgang List Wald- und Ackerböden überprüft und angeblich viel zu hohe Belastungen festgestellt. In einem ersten Schritt will man jetzt die entstandenen Schäden ersetzt bekommen. Mit dem Okay des Wiener Prozessfinanzierers "AdvoFin" ist nun die lange angekündigte Klagswelle ins Rollen gekommen. List: "Es ist lediglich der Beginn. Etwa 500 weitere Klagen folgen."

Derzeit wird eine weitere Klage im Namen eines Landwirtes vorbereitet, die Kosten für den Austausch seines durch HCB belasteten Bodens - neun Hektar - fordert. Ein anderer Kläger, der wegen der Umweltbelastung seinen Zuliefervertrag mit einer großen Tierhandels-Kette verloren hat, fordert Entschädigung für entgangene Umsätze. In Arbeit seien auch große Klagen wegen Gesundheitsschäden betroffener Görtschitztaler, bei denen durch die MedUni-Wien hohe Belastungen im Blut festgestellt wurden.

Insgesamt gehe es - vorerst - um eine gesamte Klagssumme in Höhe von 150 Millionen Euro, so List.

Gerichtet sind die Klagen gegen die Republik sowie gegen die mutmaßlichen Verursacher: die Verantwortungsträger der "w&p"-Zementwerke, wo stark kontaminiertes Deponie-Material offenbar falsch verwertet worden war, sowie die Donau Chemie, von deren Deponie das Material stammt.

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