Do, 23. November 2017

Sarkozy zu IS-Terror

26.07.2016 18:44

„Feind kennt keine Moral, keine Grenze, kein Tabu“

Die Geiselnahme in einer Kirche bei Rouen, bei der am Dienstag ein 84-jähriger Priester von zwei IS-Terroristen getötet wurde, schockt Frankreich. Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ging in einer ersten Reaktion mit der Pariser Regierung hart ins Gericht und warf ihr Nachlässigkeiten vor. "Der Feind kennt keine Moral, keine Grenze, kein Tabu. Das ist ein Krieg, und wir haben keine andere Wahl, als diesen zu führen und zu gewinnen."

Sarkozy forderte die französische Regierung auf, unverzüglich Maßnahmen umzusetzen, die seine Partei seit Monaten fordere. "Wir müssen unerbittlich sein", sagte Sarkozy. Juristische Spitzfindigkeiten, Vorsicht und Vorwände seien nicht akzeptabel.

Marine Le Pen macht Regierung verantwortlich
Auch die Vorsitzende des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, äußerte sich zu dem Blutbad: "Die Verantwortung derer, die uns seit 30 Jahren regieren, ist immens." Sie schwätzen zu sehen, sei empörend, schrieb Le Pen auf Twitter.

Kern "erschüttert über bestialische Tat"
Auch österreichische Politiker verurteilten den Anschlag auf die französische Kirche scharf. Bundeskanzler Christian Kern zeigte sich "erschüttert über die bestialische Tat". Er übte gleichzeitig indirekte Kritik an der Ansicht, der derzeitige Terrorismus in Europa hänge mit der Flüchtlingskrise zusammen. Vielmehr gehe dieser "über die unmittelbare Zuwanderung hinaus". Seiner Ansicht nach müsste eher "auf der Ebene der Integration eine Diskussion gestartet werden".

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner erklärte "volle Solidarität mit Frankreich" und sagte, dass Europa nun "mehr denn je gemeinsam gegen den internationalen Terrorismus kämpfen" müsse, wie er am Dienstag via Facebook und Twitter mitteilte.

Außenminister Sebastian Kurz zeigte sich "entsetzt" angesichts der "barbarischen Attacke". Innenminister Wolfgang Sobotka sprach von einem "Anschlag auf die Religionsfreiheit und die Bevölkerung, die den katholischen Glauben lebt".

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache führte den Anschlag in einem Statement auf Facebook auf die "völlig verantwortungslose Zuwanderungs- und Willkommenspolitik" zurück.

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