Fr, 24. November 2017

Lorenz-Kritiker

25.06.2016 18:15

Griller nicht mehr Senats-Chef

Er geriet Anfang des Jahres im Eklat um die Aberkennung der Ehrendoktorwürde von Konrad Lorenz massiv unter Beschuss: Prof. Stefan Griller war damals der Vorsitzende jenes höchsten universitären Gremiums, das die mehr als umstrittene Entscheidung gefällt hat. Jetzt hat er sich aus dem Senat komplett zurückgezogen.

Zu seinem Nachfolger wurde diese Woche der Arbeitsrechtsexperte Prof. Rudolf Mosler gewählt. Wie die "Krone" aus Uni-Kreisen erfahren hat, verabschiedete sich Griller nach dreijähriger Amtszeit nicht nur aus dem Vorsitz, sondern auch gleich komplett aus dem Senat, was eher ungewöhnlich ist. Über seine Beweggründe ist wenig bekannt. Anfang des Jahres stand er öffentlich in der Kritik wegen der Aberkennung der Ehrendoktorwürde des Nobelpreisträgers und "Gänsevaters" Konrad Lorenz per Senatsbeschluss. Hintergrund waren NS-Vorwürfe gegen den Wissenschaftler, der 1989 in Wien verstarb.

Umstrittener Lorenz-Kritiker hat sich aus                                                        Hochschul-Gremium zurückgezogen

Es war die "Krone", die im Zuge der Debatte aufdeckte, dass die Gremiumsmitglieder in der Causa nicht geschlossen hinter der Entscheidung standen. Griller musste sich deswegen in einem ZiB-Interview rechtfertigen.

Ein Senatsmitglied zur "Krone": "Es ist zwar unwahrscheinlich, dass der Beschluss unter neuem Vorsitz revidiert wird, aber derzeit stehen keine weiteren Titel-Aberkennungen mehr auf der Tagesordnung."

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