Mo, 20. November 2017

IOC-Gipfel Lausanne

21.06.2016 15:16

Kein kompletter Russland-Bann für Rio

Russlands Sport, von Doping-Skandalen in letzter Zeit gebeutelt, wird nicht komplett von Rio ausgeschlossen. Der IOC-Gipfel in Lausanne einigte sich darauf, dass jeder Weltverband jeden Sportler aus Russland und Kenia vor einem Olympia-Start überprüfen müsse.

Mit diesem Vorgehen hat das IOC den Weltverbänden selbst die Entscheidung in der heiklen Doping-Frage überlassen. Der IOC-Gipfel stellte sich hinter die Entscheidung des Leichtathletik-Weltverbandes, Russland weiter auszuschließen.

Aber alle anderen 27 Weltverbände sind jetzt zum Handeln aufgerufen. Sie sollen alle Sportler, die von Russland und Kenia nominiert werden, einzeln auf ihre mögliche Dopingvergangenheit überprüfen. Nominiert werden dürfen demnach nur "saubere" Athleten, was für die Fachverbände aber oft sehr schwierig zu entscheiden sein wird.

Strittig ist, wie IOC-Präsident Thomas Bach in einer weltweit übertragenen Telefon-Pressekonferenz sagte (die "Krone" war live dabei), unter welchen Bedingungen möglicherweise doch russische Leichtathleten starten dürfen. Die IAAF hatte vorgeschlagen, dass Athleten, die   im Ausland (also nicht im russischen Doping-System trainieren), unter neutraler Flagge starten dürften. Laut Bach müsse dies unter russischer Fahne sein.

Dass die IAAF-Entscheidung von Wien ein Nachspiel hat, war zu erwarten: Alexander Schukow, Chef  des russischen Olympischen Komitees, kündigte an, dagegen vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne zu ziehen.

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