Do, 23. November 2017

Trotz Versprechungen

15.06.2016 15:38

Schon jeder dritte junge Wiener hat keine Arbeit!

Jobs, Jobs, Jobs - das sei für die SPÖ derzeit das Allerwichtigste, meinte der neu gekürte Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler in einem Interview mit der "Presse". Für eine Nachfrage fehlte der Kollegin vom Traditionsblatt aus 1848 dann leider der Mut: Wenn dieses Anliegen der SPÖ doch so wichtig sei - warum sind dann speziell im rot-grünen Wien 31% der jungen Männer unter 25 Jahren arbeitslos?

Und die Kollegin verkniff sich auch die nächste logische Frage: Was haben Sie, Herr Niedermühlbichler, als Landesgeschäftsführer der SPÖ Wien, denn seit 1. August 2014 so gegen diese dramatische Entwicklung gemacht?

Lage ist schlicht desaströs
Aber es ist auch irgendwie verständlich, dass Georg Niedermühlbichler nicht besonders lang über dieses Thema reden will: Die Lage ist schlicht desaströs, obwohl die SPÖ sowohl im Bund (durchgehend achteinhalb Jahre) als auch in der Stadt (71 Jahre) schon lang genug (mit-)regiert, um sich beim Thema Arbeitsmarkt eigentlich nicht erst einlesen zu müssen.

Die neuesten Fakten zeigen jetzt das ganze Ausmaß der sozialen Tragödie. So hat das "profil" ausführlich dokumentiert (siehe dazu Städtevergleich in der Grafik): In Wien sind 31% der jungen Männer unter 25 ohne Job. Ohne jener Gruppe, die derzeit Fortbildungskurse besucht, sind es noch immer 21,2%.

Asylberechtigte werden Zahlen steigen lassen
Seit 2011 stieg diese Zahl um 5,2 Prozentpunkte, der Österreich-Schnitt liegt bei 9,5%. Auch 13,3% der jungen Frauen finden in Wien keine Arbeit. Und die breite Masse der demnächst Asylberechtigten in Wien (22.000) wird diese Zahlen noch weiter dramatisch steigen lassen.

Diese Entwicklung mit einer damit zunehmenden Kriminalität samt Gewaltdelikten ist eine extrem hohe Gefahr für die gesamte Gesellschaft - und diese Zahlen erklären auch, warum Straches FPÖ derzeit in Umfragen bei über 30% liegt.

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