Mo, 11. Dezember 2017

"Recht munter"

21.05.2016 15:11

"Nachwuchs" für Wolfsforschungszentrum in NÖ

"Nachwuchs" für das Wolf Science Center im niederösterreichischen Ernstbrunn: Samstagvormittag kamen zwei Timberwolf-Welpen aus Kanada in Wien-Schwechat an. Aufgrund einer speziellen Vereinbarung mit Austrian Airlines durften die jungen Wölfe in der Kabine reisen und wurden auf dem knapp neunstündigen Flug alle zwei Stunden von den beiden begleitenden Trainerinnen mit der Flasche gefüttert.

Bei den beiden Wolfswelpen handelt es sich um das Männchen "Etu" und das Weibchen "Ela". Sie stammen aus dem Zoo in Haliburton (Ontario). Derzeit gibt es am Wolfsforschungszentrum zwölf Timberwölfe in fünf Rudeln.

"In den ersten Jahren unserer Forschung sind noch viele Fragen offen geblieben. Um diese zu klären, brauchen wir mehr Tiere - vor allem Jungtiere. Daher freuen wir uns über diese neue Generation an Wölfen, mit der wir unsere Forschung weiter ausbauen können", erklärte Friederike Range, Leiterin des Wolfsforschungszentrums und Forscherin am Messerli Institut der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

"Gleich begonnen, neues Zuhause zu erkunden"
Range leitet gemeinsam mit Kurt Kotrschal und Zsofia Viranyi das 2008 von den drei Verhaltensforschern gegründete Wolf Science Center. "Die Tiere sind nach einem Tag und einer Nacht unterwegs recht munter hier in Ernstbrunn angekommen und haben nach ihrer Ankunft am Wolfsforschungszentrum gleich damit begonnen, ihr neues Zuhause zu erkunden", sagte Range.

Üblicherweise sind Wölfe Menschen gegenüber sehr scheu. Um sie an Menschen zu gewöhnen, werden sie in den ersten Lebenswochen rund um die Uhr betreut. Mit etwa fünf Monaten kommen sie dann zu den großen Wölfen ins Rudel.

Am Wolfsforschungszentrum werden sowohl Wölfe als auch Hunde unter den selben Bedingungen per Hand aufgezogen. So können die Wissenschafter die geistigen und kooperativen Potenziale von Wölfen und Hunden erforschen und vergleichen.

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