Sa, 18. November 2017

„Alte Wunden heilen“

05.05.2016 10:51

Strache will sich wieder Südtirol holen

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat sich für die Wiedervereinigung Tirols ausgesprochen. "Ich will die bestehende Wunde heilen und Tirol die Möglichkeit geben, sich wieder zu vereinen", sagte Strache im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Südtirol solle demnach die Möglichkeit zur Selbstbestimmung gegeben werden. Es solle frei über seine Zukunft entscheiden können.

Strache erklärte, dass Österreichs Grenzkontrollen am Brenner eine "Notstandslösung" seien. "Wenn man nicht angemessen die EU-Außengrenzen schützt, wenn ihr Italiener weiterhin Migranten einreisen lässt, als wärt ihr Staatsschlepper, ist das nicht in Ordnung. Österreich muss sich schützen. (Italiens Premier, Anm.) Matteo Renzi tut nichts anderes, als die Migranten hierher einzuladen, nicht wahr? Genau wie (die deutsche Bundeskanzlerin, Anm.) Angela Merkel. Wir müssen uns schützen", kritisierte Strache.

Warnung vor "Sozialromantik der Willkommenspolitik"
Der FPÖ-Chef warnte vor der "Sozialromantik der Willkommenspolitik". Die einreisenden Flüchtlinge seien keine Akademiker, wie man oft erzähle, sondern unter ihnen würde es viele Analphabeten geben. "Und es gibt Terroristen, die sich unter die Flüchtlinge mischen, wie es die Anschläge in Europa bezeugen", sagte Strache. Seine Partei kämpfe gegen die "Islamisierung Europas".

Hofer als "Verteidiger der Interessen des österreichischen Volkes"
Strache zeigte sich vom Sieg des FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer bei der Bundespräsidenten-Stichwahl am 22. Mai überzeugt. "Wir stehen vor einer Wende, vor einer neuen politischen Ära. Dieses verkrustete System aus zwei Parteien ist zu Ende. Das verdanken wir der außerordentlichen Persönlichkeit unseres Kandidaten. Norbert Hofer wird der Verteidiger der Interessen des österreichischen Volkes sein", so Strache.

Renzi attackiert Strache: "Schandhafte Worte"
Der italienische Premier Matteo Renzi reagietre scharf auf die Aussagen Straches und bezeichnete dessen Worte als "schandhaft". Renzi weiter: "Ich kommentiere nicht den österreichischen Wahlkampf, ich reagiere aber vom institutionellen Standpunkt. Wer die Bilder der Kinder in den Lagerräumen der Flüchtlingsschiffe gesehen hat, begreift, wie schandhaft diese Worte sind. Sie sollten die vielen anständigen Menschen in Österreich zum Nachdenken bewegen", sagte Renzi.

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