So, 17. Dezember 2017

Tarnen und täuschen

01.04.2016 10:51

Laser soll Erde für Aliens "unsichtbar" machen

Die Suche nach Leben im All beschäftigt die Wissenschaft schon seit Langem. Gibt es Leben auf anderen, fernen Planeten? Die Möglichkeit besteht. Allerdings: Sind uns andere Lebensformen - falls es jemals zu einem Kontakt kommen sollte - auch wirklich freundlich gesinnt, oder sollten wir uns à la Traumfabrik Hollywood auf einen zerstörerischen Angriff gefasst machen? Experten der Universität Columbia haben nun jedenfalls einen Plan entwickelt, um feindlich gesinnte Aliens von der Erde fernzuhalten und unsere Spuren im All zu verwischen.

Sind wir alleine im All? Gewiss ist dieser Umstand selbstverständlich nicht, führt man sich die unbegreifliche Größe des Universums an sich vor Augen. Und schon lange begeben sich die Wissenschaftler anhaltend auf die Suche nach extraterrestrischem Leben - doch: Sind uns die Lebewesen aus fernen Galaxien im Falle des Falles auch wirklich freundlich gesinnt?

Aliens - Freund oder Feind?
Viele prominente Wissenschaftler, allen voran Stephen Hawking, äußerten immer wieder große Bedenken, was die Einstellung intelligenten Lebens gegenüber der Menschheit betrifft. Denn es bestehe durchaus die Möglichkeit, dass es die Aliens nicht auf Kulturaustausch und friedliches Miteinander abgesehen haben, sondern vielmehr auf einen Planeten in der sogenannten habitablen Zone mit flüssigem Wasser, Sauerstoff und der für das Leben richtigen Temperatur, sowie dessen Rohstoffe und Ressourcen.

Und bei der Suche danach könnten die Wesen auch dieselben Methoden anwenden, wie wir es tun - nämlich darauf warten, bis ein Planet, der um seinen Mutterstern kreist, an diesem vorbeizieht und so einen Schatten auf selbigen wirft. Dieser Prozess, auch Transit genannt, könnte von Aliens zur Auffindung fremden Lebens im All genutzt werden.

30-Megawatt-Laser soll Aliens "blind" machen
Um unsere Spuren also zu verwischen und möglicherweise feindliche Außerirdische zu täuschen, könnte ein Laser die Lösung sein, schreiben die beiden Astronomen Professor David Kipping und Doktorand Alex Teachey in einem Bericht, der auf der Website "Royal Astronomical Society" veröffentlicht wurde.

Bewegt sich die Erde an der Sonne vorbei - wodurch wir für Außerirdische sichtbar werden würden -, soll ein Laser aktiviert werden, der in Richtung der extraterrestrischen Voyeure gerichtet ist, um sie so quasi "blind" zu machen. Laut Kipping und Teachey würde ein zehnstündiger, kontinuierlicher Strahl eines 30-Megawatt-Lasers, der einmal im Jahr aktiviert wird, ausreichen, um den Aliens zumindest im sichtbaren Wellenlängenbereich einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die dabei benötigte Energie übrigens ist vergleichbar mit jener, die die Internationale Raumstation ISS in einem ganzen Jahr sammelt.

Alle Wellenlängenbereiche auf diese Weise abzuschirmen, würde laut den Wissenschaftlern eine weitaus größere Herausforderung darstellen. Mehrere Laser wären notwendig, die Gesamtleistung müsste 250 Megawatt betragen. Eine der weiteren Alternativen wäre unter anderem, etwa die Existenz von Sauerstoff in unserer Atmosphäre zu verschleiern und so den Aliens vorzugaukeln, dass der Planet nicht bewohnbar ist.

Auch Kommunikation per Laserstrahlen möglich
Der Laser hätte auch weitere Einsatzmöglichkeiten, etwa zur Übermittlung von Informationen bei der Kommunikation. Schon lange gebe es eine grundsätzliche Debatte der Wissenschaftler darüber, ob wir mit etwaigem außerirdischen Leben in Kontakt treten wollen oder uns lieber vor ihnen verstecken sollten, meint dazu Kipping. "Unsere Arbeit gibt der Menschheit die Wahl zu entscheiden", so der Experte, "wir sollten also darüber nachdenken, was wir wollen."

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