Di, 12. Dezember 2017

In Gleisdorf

31.03.2016 18:25

Ehemaliges Bezirksgericht wird zu Asylheim

Kasernen, Schlösser, einstige Schülerheime: Um die Unterbringung von Asylwerbern zu meistern, wurden bereits viele (leerstehende) Gebäude herangezogen. Jetzt kommt auch noch ein ehemaliges Bezirkgericht hinzu, genauer gesagt jenes in Gleisdorf. Etwa 80 Migranten sollen in einigen Wochen einziehen. Für die Stadt selbst tut sich dadurch sogar eine Chance auf.

Knapp 50 Asylwerber leben derzeit in Gleisdorf, der Großteil von ihnen (35) in zwei kommunalen Einrichtungen in der Neugasse und Hermann-Hornung-Gasse. Sie werden bald in das frühere Bezirksgericht übersiedeln, insgesamt könnten dort bis zu 80 Menschen leben. "Es sind nur kleine bauliche Maßnahmen notwendig. In den Hof kommen Container für die Sanitäranlagen", berichtet Bürgermeister Christoph Stark. Die 24-Stunden-Betreuung wird von der Caritas übernommen.

Für die wachsende Zuzugsgemeinde Gleisdorf tut sich durch diese Lösung eine Tür auf: In der Neugasse könnte ein weiterer Kindergarten entstehen, "wir haben derzeit 45 Kinder auf der Warteliste", sagt Stark. Zudem ist die Asyl-Nutzung des 2014 geschlossenen Gerichts auf zwei Jahre befristet - bis Frühjahr 2018. Dann will die staatliche Immobilienfirma ARE als Liegenschaftseigentümer das Gebäude in ein Seniorenwohnheim umbauen. Stark: "Auch in diesem Bereich ist die Nachfrage bei uns groß."

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