Fr, 24. November 2017

1944-2016

14.03.2016 11:27

Roma-Vertreter Rudolf Sarközi gestorben

Rudolf Sarközi ist tot. Der Roma-Vertreter ist im Alter von 71 Jahren verstorben, wie Kanzleramtsminister Josef Ostermayer am Montag bestätigte. Sarközi war Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma und Obmann des Kulturvereins Österreichischer Roma.

Ostermayer zeigte sich betroffen von Sarközis Tod. Österreich verliere "eine beeindruckende Persönlichkeit, die sich Zeit ihres Lebens für die Rechte der Roma und Sinti eingesetzt hat", sagte er. Für sein vehementes Eintreten für die Rechte der Roma und Sinti erhielt Sarközi höchste Auszeichnungen der Republik Österreich.

"Seiner Beharrlichkeit und seinem unermüdlichen Einsatz ist es auch zuzuschreiben, dass das österreichische Parlament 1993 einstimmig die Anerkennung der Roma und Sinti als Volksgruppe beschlossen hat", so Ostermayer. "Dieser Beschluss war ein Meilenstein und kann zweifelsohne als Rudolf Sarközis Lebenswerk bezeichnet werden."

Geburt in Nazi-Anhaltelager
Sarközi wurde am 11. November 1944 im nationalsozialistischen Anhaltelager in Lackenbach im Burgenland geboren. Neben seiner Tätigkeit als Volksgruppenvertreter war er auch SPÖ-Bezirksrat in Wien-Döbling. Sarközi hinterlässt eine Frau, einen Sohn und zwei Enkelkinder.‎

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden