So, 19. November 2017

In Chennai

15.12.2015 08:00

„Vier Pfoten“ helfen Tieren nach Flut-Katastrophe

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" ist derzeit in der von den schweren Regenfällen Mitte November getroffenen indischen Millionenstadt Chennai im Einsatz. Denn abgesehen von der humanitären Katastrophe sind unzählige Tiere betroffen. Zudem besteht die Gefahr, dass sie an Seuchen erkranken und diese an Menschen weitergeben.

Die "Vier Pfoten"-Partnerorganisation "Blue Cross of India", in deren Klinik in Chennai Tierärzte in regelmäßigen Einsätzen Tiere behandeln, stand ebenfalls unter Wasser. Die "Vier Pfoten" reagierten rasch mit finanzieller Unterstützung und entsandte zusätzlich ein Team aus drei Tierärzten unter der Leitung von Anca Tomescu und Jackson Zee, Leiter der Tiernothilfe bei der Organisation, in die schwer getroffene Metropole.

Zweiwöchiger Einsatz in Indien
Chennai stand während der Hochwasser-Katastrophe tagelang unter Wasser, über 300 Menschen ertranken, Tausende weitere verloren ihr Zuhause. Meterhohes Wasser in den Straßen und Stromausfälle schnitten viele Bewohner von der Außenwelt ab. Das "Vier Pfoten"-Team erreichte Chennai letzte Woche und wird rund zwei Wochen vor Ort im Einsatz sein.

Über 600 Tiere mit Futter versorgt
Die Tierärzte der Organisation konnten bereits über 600 Hunde, Katzen, Rinder und Ziegen mit Futter versorgen. Mehrere wurden in der Blue Cross Klinik, die glücklicherweise nicht mehr unter Wasser steht, behandelt und geimpft. Doch an einigen Stellen steht das Wasser immer noch mehrere Meter hoch, viele Tiere mussten erst von Hausdächern geborgen werden, auf die sie sich gerettet hatten.

Schmutziges Wasser wird zur Gefahr
"Zum Glück haben wir einige Boote zur Verfügung", sagt Anca Tomescu. "Das Wasser ist extrem schmutzig, voller toter Ratten und Schlangen und eine Seuchengefahr deshalb nicht auszuschließen - umso wichtiger ist es, die Tiere rasch medizinisch zu versorgen und zu impfen. So können wir Seuchen vorbeugen und auch Menschenleben retten." Die Tierschützer haben auch bereits weitere Futterbestellungen aufgegeben, die in den nächsten Tagen verteilt werden.

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