So, 17. Dezember 2017

Verteilerzentrum

22.08.2015 14:41

Spenden ohne Ende und viel zu viele Flüchtlinge

Rund eine Woche, nachdem in Innsbruck das Asyl-Verteilerzentrum seine Pforten öffnete, ist es mit 200 Flüchtlingen bereits voll ausgelastet. Für 49 Asylwerber, die Freitag mit dem Bus aus Traiskirchen nach Innsbruck chauffiert wurden, bedeutete dies, dass sie eine andere Unterkunft suchen mussten. Gelandet sind sie in der Tennishalle am Paschbergweg.

Bis sich im aktuellen Asylchaos kein Mensch mehr so richtig auszukennen scheint, war angesichts des nicht enden wollenden Flüchtlingsstroms nur eine Frage der Zeit. Beispiel gefällig? Freitag Vormittag am Areal des Verteilerzentrums bei der Innsbrucker Technik: Im Containerdorf, das Ende vergangener Woche mit ersten Flüchtlingen besiedelt wurde, tummeln sich mittlerweile an die 200 Asylwerber. Damit sei dieses ausgelastet, heißt es von Seiten des Innenministeriums. Unter den vielen Flüchtlingen sind vor allem Familien mit Kindern. Soweit dazu!

Bus voller Flüchtlinge rollt an

Den Mitarbeitern, die sich um die Menschen im Quartier kümmern, war sichtlich alles andere als langweilig – dennoch schienen sie alles bestens im Griff zu haben.

Doch plötzlich war da dieser Busfahrer: "Wer ist hier zuständig? Ich bin mit 49 Flüchtlingen aus Traiskirchen hier. Das Ministerium schickt mich", fragte er sich bei Passanten durch. Nachdem er das Büro gefunden hatte, kehrte er zum Bus zurück – um die Listen zu holen. Und dann? "Hier ist alles voll. Ich weiß nicht, was jetzt passiert", erklärte der Lenker. Kurz darauf forderte eine Mitarbeiterin die Asylwerber auf, wieder in den Bus zu steigen. Ein anderer Mann befahl, man solle aufpassen, dass niemand aus dem Bus steigt. Wohin kommen sie nun? "Keine Ahnung", sagte der Fahrer.

Vorläufige Endstation: Tennishalle

Gelandet sind die Flüchtlinge schließlich in der alten Tennishalle am Paschbergweg. "Die Zusammenarbeit mit Traiskirchen läuft derzeit gar nicht gut. Da werden einfach Leute gebracht, die nicht angemeldet waren", betont Elisabeth Heinzl von der Tiroler Soziale Dienste GmbH. Freitag waren in der Sportstätte rund 300 Asylwerber untergebracht.

Spenden wurden abgewiesen

Abseits davon erreichte die Menschen im Containerdorf eine Welle der Hilfsbereitschaft. Im Minutentakt trudelten Menschen ein, die Kleidung, Spielsachen & Co. abgeben wollten – vergeblich. "Die Lager sind alle voll. Wir können nichts mehr annehmen", hieß es.

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