Do, 14. Dezember 2017

Bei TV-Debatte

07.08.2015 07:59

Donald Trump schimpft über "dumme Politiker"

In der ersten großen TV-Debatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber hat sich Donald Trump einen hitzigen Schlagabtausch mit seinen Konkurrenten geliefert. Der Immobilientycoon wetterte am Donnerstagabend in Cleveland gegen die "dummen" politischen Eliten und forderte den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Eine Kandidatur als parteiloser Kandidat schloss er nicht aus.

"Ich möchte als republikanischer Kandidat antreten", sagte der in den Umfragen führende Trump. Auf die Frage der Moderatoren, ob er bei einer Niederlage im Vorwahlkampf auf einen Alleingang verzichten werde, antwortete er: "Ich werde zum gegenwärtigen Zeitpunkt dieses Versprechen nicht geben."

Trump zur Einwanderung: "Wir müssen eine Mauer bauen"
Der Milliardär sorgt seit der Verkündung seiner Bewerbung Mitte Juni für Wirbel im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Der Geschäftsmann schlachtet vor allem das Thema illegale Einwanderung populistisch aus. "Wir müssen eine Mauer bauen. Und sie muss schnell gebaut werden", sagte Trump am Donnerstag. Die "dummen Spitzenpolitiker in den Vereinigten Staaten" würden nichts gegen illegale Einwanderung unternehmen. Im Publikum stießen die Äußerungen des Milliardärs auf geteilte Reaktionen: Neben Applaus waren auch laute Buhrufe zu hören.

Der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, warf Trump eine "spaltende Sprache" vor. Bush sprach sich dafür aus, Einwanderern ohne gültige Papiere einen Weg in die Legalität zu ermöglichen. Wisconsins Gouverneur Scott Walker machte dagegen deutlich, dass es mit ihm als Präsidenten keine "Amnestie" geben werde.

Zahlreiche Themen
Bei der Debatte ging es auch um die Sanierung der Staatsfinanzen, den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat, das Atomabkommen mit dem Iran sowie Streitfragen wie Abtreibung, landesweite Schulstandards, die Homo-Ehe sowie die Überwachung durch den Geheimdienst NSA. "Wir müssen den Behörden mehr Werkzeuge geben, um unsere Leute zu schützen, und diese Werkzeuge dann beaufsichtigen", sagte etwa New Jerseys Gouverneur Chris Christie. "Ich will mehr Datensätze von Terroristen sammeln, aber weniger von unabhängigen Amerikanern", entgegnete ihm Kentuckys Senator Rand Paul, dem die Spionage zu weit geht.

Kritik an Hillary Clinton wegen "Unordnung" in Außenpolitik
Die republikanischen Bewerber kritisierten außerdem die frühere Außenministerin Hillary Clinton, die als große Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gilt. "Jeder Teil der Welt, den Hillary Clinton angerührt hat, ist heute in größerer Unordnung", sagte Walker.

Die erste große Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber wurde vom Nachrichtensender Fox News organisiert. Angesichts des 17-köpfigen Bewerberfeldes entschied sich der Sender für zwei getrennte Debatten: Zur besten Sendezeit durften sich die zehn Bewerber messen, die laut einem Bündel von Umfragen zuletzt am besten abschnitten.

Die Vorwahlen beginnen im Jänner 2016 im US-Bundesstaat Iowa. Bis Mitte 2016 stehen dann die Präsidentschaftskandidaten fest, die am 8. November in den USA zur Wahl stehen.

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