Mo, 20. November 2017

Viel Glas und Licht

09.07.2015 14:09

Wiener Designer gestalten neue U-Bahn-Linie 5

Die fahrerlose Wiener U-Bahn-Linie 5, die ab 2023 auf ihrem ersten Teilstück den Betrieb aufnehmen soll, erhält ein komplett neues Stationsdesign. Besonders markant: die Zugangsportale an der Oberfläche. Gemäß der Linienfarbe darf der großzügige Einsatz von Türkis ebenfalls nicht fehlen. Die Pläne wurden am Donnerstag im Beisein von Öffi-Stadträtin Renate Brauner vorgestellt.

Umgesetzt wird das Projekt von den zwei Wiener Büros "YF Architekten" und "Franz Architekten", deren Gemeinschaftsentwurf sich bei einem zweistufigen Wettbewerb gegen 32 Konkurrenten aus acht Ländern durchsetzen konnte. Als gestalterisches Grundmotiv nannte Markus Bösch von "YF Architekten" das Beschleunigen bzw. Bremsen. Diese "Partitur der Geschwindigkeit" soll etwa durch breiter und schmäler werdende türkise Wandstreifen in den Stationsgebäuden erzielt werden.

Viel Glas und Licht
Die aus Glas und weißen Portalelementen bestehenden Zugangshäuschen, die flexibel an die Umgebung der jeweiligen Haltestelle angepasst werden können, spielen ebenfalls mit diesem Effekt. Prinzipiell setze man - wie schon bei bestehenden U-Bahn-Stationen - auf viel Transparenz, Licht und Übersichtlichkeit, erklärte Bösch. Insofern sind auch die Trennwände mit Türen, die Gleiskörper und Wartebereich aufgrund des fahrerlosen Betriebs künftig voneinander trennen, aus Glas.

Die U5 fährt ab 2023 vorerst zwischen Karlsplatz und Altem AKH - wobei sie den Großteil der Strecke auf der derzeitigen U2-Trasse zurücklegen wird. Diese Stationen werden lediglich farblich nachjustiert. Konsequent umgesetzt wird das Neo-Design folglich nur bei den gänzlich neuen Haltestellen, also vorerst nur beim Alten AKH bzw. ab voraussichtlich 2025 entlang der Verlängerung über den Gürtel bis zum Elternleinplatz in Hernals, wie Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer einräumte. Baubeginn für die U5 ist 2018.

Für die projektierte Süd-Verlängerung der U2, die dann beim Rathaus auf einer neuen Strecke über die Neubaugasse und die Pilgramgasse bis zum Matzleinsdorfer Platz und später zum Wienerberg brausen soll, wird kein Wettbewerb ausgeschrieben. Hier setzt man weiter auf das Design von Architekt Paul Katzberger, der schon beim Streckenausbau vom Schottenring über die Donau bis nach Aspern für die Gestaltung verantwortlich war und nun bei der U5-Designentscheidung den Juryvorsitz übernahm.

Keine neue "Mahü"-Baustelle
Apropos U2: Da diese künftig eben auch die Neubaugasse anfahren soll, befürchteten die NEOS am Donnerstag, dass die - gerade im Baufinale befindliche - neue Mariahilfer Straße in wenigen Jahren wieder zur teuren "Riesenbaustelle" werden würde. Die Pinken verwiesen dabei auf Pläne, die der Partei vorliegen würden. Die Wiener Linien dementierten auf Nachfrage: Die Mariahilfer Straße werde nicht "angegriffen". Der Streckenbau erfolge unterirdisch, die Stationsauf- bzw. -abgänge gebe es durch die U3 schon.

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